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Lagebericht 2025/26

"EAG" Elektroanlagenbau Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. Jän. 2026 · Eingereicht am 23. Okt. 2026

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage des Unternehmens

Die Wirtschaftsleistung Österreichs verzeichnete im Jahr 2025 einen leichten Anstieg um 0,6% zum Vorjahr. Vor allem im Baugewerbe war der Rückgang des Investitionsvolumens stark spürbar.

Viele Projekte wurden nicht realisiert oder - wie schon in den vergangenen Jahren auch - kam es zu Verschiebungen / Verzögerungen neuer Projekte. Die Umsätze schwanken dadurch stark, eine Vorausplanung ist schwierig.

Wir konnten das Geschäftsjahr 2025/2026 zufriedenstellend abschließen, dies vor allem aufgrund der gut abgestimmten internen Prozesse, sowie durch unsere engagierten und fachkundigen Mitarbeiter.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöses stiegen von € 16,685 Mio auf € 27,820 Mio, die Bestandsveränderungen sanken von € 9,041 Mio auf €1,319 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sanken von € 13,031 Mio auf € 10,123 Mio. Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht.

Rückstellungen für Drohverluste blieben erhöhten sich auf € 1,398 Mio. Die Rückstellungen für Urlaub ist leicht gestiegen, die für Zeitausgleichsguthaben gesunken.

Das Eigenkapital stieg um € 0,589 Mio. Die Bilanzsumme erhöhte sich auf € 22,402 Mio.

Die Eigenkapitalquote stieg von 30,6 % auf 31,3 %. Der Verschuldungsgrad (Fremdkapitalx100/Eigenkapital) ist von 271 % auf 248 % gesunken. Das Working Capital (kfr UV – kfr FK) liegt bei € 6,193 Mio und einem Working Capital Ratio (kfr. UVx100/kfr FK) in Höhe von 142,9 %. Die fiktive Schuldentilgungsdauer nach § 24 URG (effektives Fremdkapital/Mittelüberschuss) liegt bei 6,8 Jahren.

Die Umsatzrentabilität (EBTx100/Umsatz (inkl. BV)) liegt bei 5,8 %, die EK-Rentabilität ((Jahresüberschuss / Eigenkapital) * 100) bei 27,4 %, die GK-Rentabilität ((Jahresüberschuss / Gesamtkapital) * 100) bei 7,6 %.

Der Auftragstand lag im Abschlussjahr auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Ergebnis vor Steuern stieg von € 1,110 Mio auf € 1,679 Mio. Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von€ 2,651 Mio auf 1,982 Mio verringert. Der Netto-Geldfluss auf Investitionstätigkeit beläuft sich auf €- 0,142 Mio).

Im Abschluss wurden für alle Risiken ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen und Rückstellungen gebildet.

Es wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für F&E fielen nicht an.

Zweigniederlassungen

Es besteht eine Zweigniederlassung in 1030 Wien, Hainburgerstrasse 31. Es werden durchschnittlich 60 Mitarbeiter beschäftigt.

Investitionen

Die getätigten Investitionen in Sachanlagen betrafen die erforderlichen Ausrüstungen und Updates im Bereich Informationstechnologie.

Mitarbeiter

Der Personalstand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Motivation, Einsatz und Flexibilität unserer Mitarbeiter bilden den Grundstein unseres Erfolges. Erforderliche Mehrstunden werden durch Leiharbeitskräfte ausgeglichen, um den Schwankungen des Projektgeschäftes kurzfristig Rechnung tragen zu können.

Wir bieten unseren Kunden eine optimale Qualität mit bestens ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern. Die Ausbildung von Lehrlingen, Weiterbildung und Personalentwicklung der bestehenden Mitarbeiter zeichnet uns aus.

Die Gesellschafter und Geschäftsführer danken an dieser Stelle allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement, ihren Fleiß und die gute Zusammenarbeit.

Risiken

Wir verfügen über ein wirksames Risikomanagementsystem, das alle Tätigkeiten, Produkte, Prozesse und Abteilungen berücksichtigt, die nachteilige Auswirkungen haben könnten, wie Personalrisiken, operative Risiken oder Geschäftsrisiken.

Grundlage ist die Identifikation der wesentlichen Risiken über einen Soll-Ist-Vergleich. Die Risiken werden bewertet und es wird gegebenenfalls gegengesteuert. Die Risikoüberwachung und Risikoberichterstattung komplettieren den Risikomanagementprozess. Ziel ist es, die Veränderungen zu überwachen und die Effektivität der ergriffenen Steuerungsmaßnahmen zu prüfen.

Im Abschluss wurden für alle Risiken ausreichende Wertberichtigungen vorgenommen und Rückstellungen gebildet. Insbesondere sei hier die Insolvenz der Fleissner&Partner GmbH im Mai 2026 erwähnt, aufgrund derer in der Bilanz bereits Wertberichtigungen vorgenommen wurden.

Ausblick auf GJ 2026/2027

Mit dem im abgelaufenen Jahr erzielten Auftragseingang haben wir eine gute Basis für das neue Jahr geschaffen. Wir werden versuchen, unseren Auftragsstand so gut wie möglich zu halten.

Einer Verbesserung des Ergebnisses sehen wir auf Grund der Wirtschaftssituation vorsichtig entgegen.

Ein starker Rückgang der Investitionen, Rohstoffpreiserhöhungen, Kriegsführung, die Zins- und Zollpolitik sind relevante Risikofaktoren, die spürbar sind.

Es kommt zu Verschiebungen von Projekten - manche Umsätze werden zeitlich verschoben, manche Projekte entfallen gänzlich. Es ist ein starker Rückgang der öffentlichen Aufträge trotz Konjunkturpakete zu verzeichnen.

Die Preiserhöhungen werden mit den Kunden besprochen und fließen in die Kalkulationen ein, soweit möglich. Die Preiserhöhungen werden sich in einer Reduzierung des Deckungsbeitrages auswirken.

Die Entwicklungen werden laufend überwacht und entsprechende Maßnahmen umgehend eingeleitet, 7

Wels, am 15. Oktober 2026

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