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Lagebericht 2025

ASAMER Kies- und Betonwerke GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 28. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

31.12.2025

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Überblick über die Konjunktur und die Branche

Die österreichische Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld. Nach einer mehrjährigen Phase schwacher wirtschaftlicher Entwicklung wird laut Prognose der Österreichischen Nationalbank (OeNB) für das Jahr 2025 lediglich ein moderates Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,6 % erwartet. Für die Folgejahre prognostiziert die OeNB eine nur schrittweise Beschleunigung der wirtschaftlichen Dynamik mit Wachstumsraten von 0,8 % im Jahr 2026 sowie 1,1 % im Jahr 2027 (Quelle: OeNB-Report 2025/23: Gesamtwirtschaftliche Prognose für Österreich 2025 bis 2028; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, S. 1). Hintergrund der weiterhin verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung sind unter anderem ein unsicheres internationales Umfeld, eine schwache Exportdynamik sowie anhaltend hohe Kostenbelastungen für Unternehmen (Quelle: OeNB-Report 2025/23; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, S. 1).

In Bezug auf die Preisentwicklung berichtet die OeNB, dass die Inflation im Jahr 2025 voraussichtlich bei 3,6 % liegen wird. Hauptursachen hierfür sind unter anderem steigende Energiepreise sowie weiterhin erhöhte Dienstleistungsinflation. Für die Folgejahre wird jedoch ein Rückgang der Inflationsrate erwartet. So prognostiziert die OeNB für das Jahr 2026 eine Inflationsrate von 2,4 % sowie für die Jahre 2027 und 2028 eine Stabilisierung auf rund 2,1 % (Quelle: OeNB-Report 2025/23; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, S. 1).

Die Entwicklung der Bauinvestitionen zeigt weiterhin ein herausforderndes Umfeld, insbesondere im Wohnbau. Laut OeNB sind die Wohnbauinvestitionen in Österreich zwischen Anfang 2022 und Ende 2025 real um rund 20 % zurückgegangen. Für das Jahr 2025 wird ein weiterer Rückgang von rund -4,1 % erwartet. Erst in den Folgejahren wird mit einer Stabilisierung gerechnet, wobei für 2026 zunächst von einer Stagnation der Wohnbauinvestitionen ausgegangen wird. Ab dem Jahr 2027 erwartet die OeNB wieder ein moderates Wachstum von rund 1,1 % pro Jahr. Hintergrund dieser Entwicklung sind unter anderem hohe Finanzierungskosten sowie eine weiterhin schwache Bautätigkeit gewerblicher Bauträger (Quelle: OeNB-Report 2025/23; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, Tabelle 3; S. 7).

Bei den sonstigen Bauinvestitionen (Nicht-Wohnbau und sonstige Investitionen) zeigt sich nach den Rückgängen der vergangenen Jahre eine leichte Erholung. Für das Jahr 2025 prognostiziert die OeNB ein Wachstum von 1,8 %. In den Folgejahren wird jedoch nur mit moderaten Wachstumsraten gerechnet, konkret mit 1,1 % im Jahr 2026, 0,7 % im Jahr 2027 sowie 1,0 % im Jahr 2028 (Quelle: OeNB-Report 2025/23; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, Tabelle 3; S. 7).

Die schwache konjunkturelle Entwicklung wirkt sich auch auf im Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenquote wird laut OeNB im Jahr 2025 auf 7,5 % ansteigen und erst ab dem Jahr 2027 wieder leicht zurückgehen. Der Anstieg ist insbesondere auf die verzögerte Wirkung der wirtschaftlichen Schwäche der vergangenen Jahre auf den Arbeitsmarkt zurückzuführen (Quelle: OeNB-Report 2025/23; Dezember 2025; Oesterreichische Nationalbank, S. 1).

1.2. Überblick über das Unternehmen

1.2.1. Geschäftstätigkeit

Die ASAMER Kies- und Betonwerke GmbH (AKB) ist in den Kernbereichen Kies, Beton und Stein und dabei vorwiegend in den Bundesländern Oberösterreich und Niederösterreich tätig. Zudem ist die AKB in den ergänzenden Geschäftsfeldern Recycling, Erdbau, Mobile Anlagen, Deponien und weiteren Servicebereichen tätig.

Darüber hinaus hält die Gesellschaft Beteiligungen an anderen Unternehmen mit gleicher oder ähnlicher Geschäftstätigkeit.

1.2.2. Struktur

Die Gesellschaft wird zum Zeitpunkt der Berichtslegung durch zwei Geschäftsführer geleitet. Das Organigramm hat sich bisher im Wesentlichen in die Bereiche Technik und Verkauf, Rohstoffsicherung und den kaufmännischen Bereich gegliedert. Im Jahr 2021 wurde die Organisation jedoch angepasst und weiter entwickelt. Das neue Organigramm strukturiert die Organisation im Wesentlichen in die operativen Bereiche (Kies/Stein, Beton, Fuhrpark) sowie Business Services. Diese Bereiche und Leistungen werden vollständig intern durchgeführt. Ausschließlich die IT-Services werden weiterhin wie auch in den Vorjahren von der Asamer Baustoffe GmbH als Dienstleistung zugekauft.

Die Gesellschaft beschäftigt qualifizierte Mitarbeiter, die die Themen Arbeitnehmerschutz und Arbeitssicherheit betreuen. Die arbeitssicherheitstechnischen sowie arbeitsmedizinischen Agenden werden von externen Experten unterstützt.

1.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden eine kurze Übersicht über wichtige Eckdaten der Gesellschaft:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
in TEUR20242025
Umsatzerlöse71.46972.434
EBITDA (Betriebserfolg zzgl. Abschreibungen)3.2464.022
EBIT (Betriebserfolg)-1.977-909
Ergebnis vor Steuern-908-840
Eigenkapital / Bilanzsumme59%57%
Mitarbeiter (durchschnittlich)279266
in TEUR2025
Netto Geldfluss aus der betrieblichen Tätigkeit8.091
Netto Geldfluss aus der Investitionstätigkeit1.350
Netto Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit-8.989
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel452
Zahlungsmittel am Beginn der Periode730
Zahlungsmittel am Ende der Periode1.182

1.4. Ausblick auf das Jahr 2026

Die aktuelle Langfristplanungsrechnung für die Geschäftsjahre ab 2026 beinhaltet die Umsetzung weiterer Maßnahmenpakete. Im Bereich der Rohstoffversorgung sind weitere Genehmigungsverfahren in Arbeit, die die zukünftige Versorgung mit eigener Wertschöpfung absichern werden. Gezielte Investitionen in die Modernisierung der Kies-, Stein- und Betonbetriebe, den Fuhrpark sowie erneuerbare Energie (Photovoltaik) werden in den folgenden Jahren dazu beitragen die operative Ertragskraft weiter zu verbessern. Weitere wesentliche Maßnahmen zur Reduzierung der Kosten, der Stärkung der Marktposition sowie auch zur Förderung der Digitalisierung wurden eingeleitet. Damit ist eine nachhaltig positive Entwicklung der Gesellschaft möglich.

2. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2.1. Umweltbericht

Die Gesellschaft ist dem Umweltgedanken gleich in zweifacher Weise verpflichtet.

Zum einen ist es evident, dass der Abbau von Rohstoffen einen Eingriff in die Umwelt darstellt. Die AKB betrachtet es daher als ihre Pflicht, ehemalige Lagerstätten in einem umweltgerecht rekultivierten Zustand der Natur zurückzugeben, so dass wieder wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen entstehen können.

Zum anderen trachten wir danach, Recycling Material im Rahmen der bestehenden Verordnungen zu neuen Rohstoffen zu verarbeiten. Dies schont die Ressourcen und verhindert weite Transportwege.

2.2. Arbeitnehmerbelange

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2025 im Durchschnitt 266 Arbeitnehmer (Vorjahr: 279).

Die Zusammenarbeit zwischen der AKB Geschäftsführung und der Belegschaftsvertretung ist positiv und vertrauensvoll.

3. Risikobericht

3.1. Allgemeines

Wesentliche Vermögensrisiken sind durch branchenübliche Versicherungsverträge u.a. in den Bereichen Haftpflicht-, Kredit-, Transport-, Maschinenbruch-, Sachrisiken, Rechtsschutz sowie Cyber Security abgedeckt. Das interne Kontrollsystem der Gesellschaft wird laufend verbessert, um die in den wesentlichen Geschäftsprozessen inhärenten Risiken zu reduzieren.

Neben den geschäftsüblichen Risiken (Mengen, Preise, Kosten, Forderungen, etc.) können sonstige nicht vorhersehbare Risiken auftreten, die in unserer Branche immanent sind, z.B. im Zusammenhang mit Rohstoffbetrieben und deren Genehmigungen und Bewilligungen.

Betreffend Risikomanagement bzw. -absicherung ist anzumerken, dass die überwiegenden Geschäfte auf Euro-Basis abgeschlossen werden, sodass keine nennenswerten Risiken oder Auswirkungen aus Devisenkursänderungen bestehen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Finanzinstrumente sind Gegenstand des allgemeinen Risikomanagements des Unternehmens. Erkennbare Risiken und notwendige Vorsorgen werden im Rahmen der angewendeten Buchhaltungs- und Bilanzierungsmethoden erfasst und sind im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt.

3.2. Unternehmensfortführung und Finanzierung

Die Gesellschaft ist im Wesentlichen über langfristige Bankdarlehen finanziert. Die Bankverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen per Dezember 2025 TEUR 193. Die Geschäftsführung geht auf Basis der Planungsrechnung sowie der positiven Entwicklung der Ergebnisse aus den letzten Geschäftsjahren davon aus, dass die mittel- bis langfristige Finanzierung der AKB gesichert ist.

4. Forschungsbericht

Auch im Jahr 2025 waren die gut ausgestatteten Labors der Gesellschaft nicht nur mit der Qualitätssicherung für Kies und Beton betraut. Ein weiterer Schwerpunkt lag wie bisher in der Optimierung bestehender und der Entwicklung neuer Produkte, um den Bedürfnissen unserer Kunden noch besser gerecht zu werden.

5. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt per 31.12.2025 über keine Zweigniederlassung.

Unterschrift der Geschäftsführer

Ohlsdorf, am 16. März 2026

Michael Asamer, LL.M

Ohlsdorf, am 16. März 2026

Roland Raffefsberger, Dipl.-Ing.

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