Inhaltsverzeichnis
der
MEWA Textil-Service GmbH Reinhartsdorfgasse 18 2324 Schwechat-Rannersdorf
1. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Der Gegenstand des Unternehmens ist der fabriksmäßige Betrieb einer Wäscherei sowie der Verkauf und die Vermietung von Berufsbekleidung, Putztücher, Fußmatten, Pinselwaschtischen und Handtuchrollen. Weiters wird auch Handel mit Produkten des Arbeitsschutzes betrieben.
2. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT
Die Erlöse der Gesellschaft sind von € 51,5 Mio um 0,26% auf € 51,7 Mio gestiegen. Die Aufwendungen für Material und Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen € 7,5 Mio (VJ: € 7,0 Mio), wobei die Erhöhung im Wesentlichen auf gestiegene Energiekosten zurückzuführen ist.
Der Personalaufwand betrug € 15,7 Mio und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (€ 14,6 Mio) um 7,8% gestiegen. Dies ist unter anderem auf kollektivvertragliche und teuerungsbedingte Anpassungen, sowie auf die Aufstockung des Personals im Zuge des Neubaus des Putztuchbetriebes zurückzuführen. Der Anteil am Umsatz liegt bei 30,4% (VJ: 28,3%).
Der durchschnittliche Personalstand lag 2025 bei 254 Mitarbeitern (davon 251 Aktive). Im Jahr 2024 waren es 249 Mitarbeiter (davon 244 Aktive).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sowie Sachanlagen erhöhten sich im Berichtszeitraum infolge des Neubaus um 9,2% auf € 11,6 Mio (VJ: € 10,6 Mio).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei € 16,2 Mio (VJ: € 15,7 Mio), wobei die Erhöhung vor allem auf höhere Rückstellungen für noch nicht erbrachte Waschleistung gegenüber Kunden, Wertberichtigungen auf Forderungen, sowie auf gestiegene Vertriebskosten und Umlagen für Produktion und Logistik zurückzuführen sind.
Der Jahresgewinn beträgt € 20,6 Mio und liegt damit um 49,3% über dem Vorjahr von € 13,8 Mio, was vor allem auf die gestiegenen Erträge aus Beteiligungen zurückzuführen ist.
3. ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Im Geschäftsjahr 2025 bestanden keine Zweigniederlassungen.
4. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Zum 31. Dezember 2025 ergeben sich folgende Verhältnisse:
EBIT-Ratio: Betriebsergebnis1 * 100
Betriebsleistung = 3,4 % (VJ: 9,7 %)
1 Das Betriebsergebnis wurde um außerordentliche Erträge und Aufwendungen bereinigt.
Working Capital Ratio: Kurzfristiges Vermögen * 100
Kurzfristige Verbindlichkeiten
= 131,5 % (VJ: 173,3 %)
Der Rückgang der Working Captial Ratio ist darauf zurückzuführen, dass die Summe aus liquiden Mitteln und Cash-Pooling-Forderungen in Folge der Investitionstätigkeit deutlich stärker gesunken ist, als die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 27.620.068,99 | 30.629.178,12 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -41.967.449,45 | -50.912.549,96 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.000.000,00 | - 40.000.000,00 |
| Veränderung der flüssigen Mittel 2 | -13.347.380,46 | - 60.283.371,84 |
² 2 Die flüssigen Mittel beinhalten die Mittel aus dem Cash Pooling.
Das Unternehmen erwirtschaftet weiterhin einen starken positiven Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Rückgang deutet jedoch darauf hin, dass die operative Ertragskraft leicht nachgelassen hat und mehr Working Capital gebunden wurde..
Der Cashflow-Bedarf aus Investitionstätigkeiten blieb aufgrund des Baus des neuen Putztuch- Waschbetriebes auf einem hohen Niveau.
Anlagenabnutzungsgrad: Σ Abschreibungen * 100
Σ Anschaffungskosten = 45,2 % (VJ: 67,3 %)
Verschuldungsgrad: Fremdkapital * 100 Eigenkapital = 18,1 % (VJ: 20,2 %)
Der Verschuldungsgrad verbleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Eigenmittelquote: Eigenkapital * 100
Gesamtkapital = 84,6 % (VJ: 83,0 %)
Die Eigenkapitalquote verbleibt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.
5. WEITERE LEISTUNGSINDIKATOREN
Mitarbeiter-Fluktuation: 0,80% im Jahr 2025 (4,10% im VJ). (*Anm.: DN-Verschulden)
Arbeitsunfälle: Im Jahr 2025 kam es zu 7 Arbeits- und Wegeunfällen, davon 7 meldepflichtig (VJ:5 Arbeits- und Wegeunfälle, 4 meldepflichtig).
Fuhrpark: Die Kosten je Kundenanfahrt im Bereich MTS (€ 58,74) konnten im Vorjahresvergleich (€ 59,52) um 1,3%, die Fuhrparkkosten im Breich MTS im Verhältnis zum Außenumsatz von 9,6% in 2024 auf 9,0% reduziert werden. Dies resultiert aus den kontinuierlichen Tourenoptimierungen sowie der dadurch verbesserten Auslastung der Touren und Fahrzeuge. Der durchschnittliche Treibstoffverbrauch des Fuhrparks konnte im Vergleich zum Vorjahr um 1% reduziert werden.
Im Geschäftsjahr konnte die Kündigungsquote für Dienstleistungen im Bereich Berufskleidung auf 7,0% reduziert werden (VJ: 10,6%).
6. RISIKOMANAGEMENT IM FINANZBEREICH
Zinsänderungsrisiko
Auf der Aktivseite besteht das Risiko nur in geringem Maß bei festverzinslichen Wertpapieren, die jederzeit liquidiert werden können. Auch auf der Passivseite (Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Darlehen) besteht lediglich ein geringes Risiko.
Forderungsausfallsrisiko
Durch die Installierung eines Forderungsmanagements, als Teil des internen Kontrollsystems des Unternehmens, wird die Werthaltigkeit der Forderungen mittels eines effizienten Mahnwesens permanent überwacht.
Die Bonität neuer Kunden wird noch vor Abschluss des Vertrags-Mietverhältnisses geprüft.
Es bestehen auch keine Forderungen gegenüber Kunden, die mehr als 5% des gesamten Forderungsvolumens ausmachen.
Beschaffungspreisrisiko
Durch das zentrale Einkaufsmanagement des Konzerns ist das Risiko von lokal wesentlichen Preissteigerungen minimiert.
Liquiditätsrisiko
Das Unternehmen verfügt über ausreichende Barmittel. Es besteht kein Liquiditätsrisiko.
Währungsrisiko
Das Unternehmen fakturiert ausschließlich in Euro, sodass hier kein Risiko durch Kursverluste entstehen kann. Auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditoren bestehen ausschließlich in Euro.
Sonstige Risiken
Nach den deutlichen Anstiegen der Unternehmensinsolvenzen in den Vorjahren wird für 2026 vielfach mit einer leichten Stabilisierung bzw. Entspannung gerechnet. Österreichische Unternehmen stehen weiterhin unter dem Einfluss mehrerer struktureller Belastungsfaktoren, insbesondere eines schwachen Wirtschaftswachstums, hoher Energie- und Personalkosten sowie eines erhöhten Zinsniveaus und erschwerter Finanzierungsmöglichkeiten. Zahlreiche Prognosen erwarten eine merkliche Entspannung erst ab 2027, sofern sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen und die Finanzierungssituation verbessern.
Ein konsequentes Forderungsmanagement, soll auch zukünftig das Risiko von Zahlungsausfällen minimieren.
Das Unternehmen setzt neben originären Finanzinstrumenten keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung ein.
7. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Das Unternehmen selbst ist nicht im Bereich Forschung und Entwicklung tätig, da dieser Bereich auf Konzernebene abgedeckt wird.
8. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
Vor dem Hintergrund der vielfältigen Krisensituationen in Europa und Nahen Osten sowie der geopolitischen Spannungen und Konflikte im Nahen Osten ist der kurzfristige Ausblick weiterhin von einer hohen Planungsunsicherheit geprägt. Insbesondere mögliche Auswirkungen auf Energiepreise, Lieferketten und die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung können die Marktbedingungen zusätzlich belasten. Aufgrund der starken Marktposition sowie des breit aufgestellten Produktportfolios geht die Geschäftsleitung mittelfristig jedoch von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation sowie von leicht steigenden Umsatzerlösen und einer positiven Ergebnisentwicklung aus.
Zudem soll der geplante Neubau unter Berücksichtigung moderner Standards die zukünftige Marktposition nachhaltig stärken und damit die Grundlage für den langfristigen Unternehmenserfolg schaffen.
Eine wesentliche Herausforderung bleibt weiterhin die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels.
Schwechat-Rannersdorf, 11. Mai 2026
Geschäftsführung:
László Horváth
efan Janzen
Philipp Nicolas Mell