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Lagebericht 2025

Karl Orthuber GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

Karl Orthuber GmbH FA 33 St.Nr. 093/7632

LA G E B E R I C H T gemäß § 243 UGB

1.Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

- Geschäftsverlauf

Im Jahr 2025 sind die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 % gestiegen. Ein Teil resultiert aus dem Anstieg des Reifenumsatzes, auch konnte der Verkauf im Handel in allen Bereichen – Neuwagen, Funktionsfahrzeuge und Gebrauchtwagen - stark angekurbelt werden. Der Bereich Service verzeichnete weiterhin einen signifikanten antizyklischen Verlauf. Dieser hat sich aufgrund des von Porsche Austria vorgeschriebenen neuen Computerprogrammes für den Handel und After-Sales, das Anfang September in den Echtbetrieb übernommen wurde, sehr verschärft.

Die teilweise eingeschränkten Auslieferungsmöglichkeiten aufgrund von Lieferengpässen haben sich im Jahr 2025 fortgezogen.

Die Geschäftsführung hat wie in den Vorjahren die Maßnahmen zur Kostenreduktion versucht fortzuführen. Jedoch ist die seit 2022 weiterhin anhaltende sehr hohe Inflation mit nicht kalkulierbaren hohen Preisanstiegen in allen Bereichen zu berücksichtigen.

Im Vergleich zur Vergangenheit waren von der Aufwandsstruktur keine großen Veränderungen erkennbar. Die betragsmäßigen Steigerungen resultieren aus den allgemeinen Preiserhöhungen aufgrund der Energiekrise, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Eine signifikante Steigerung ergibt sich jedoch in den Personalkosten durch notwendig gewordene Rotationen und Neuaufnahmen aufgrund von einer sehr einschneidenden Pensionierung im Handel sowie der durch Konzernvertragsvorgaben notwendigen Personalaufstockungen durch die Einführung des neuen Computerprogrammes für den Handel und After-Sales.

Ebenso besteht seit Anfang 2023 für alle Marken des VW-Konzerns unverändert ein Servicevertrag, jedoch kein Vertriebsvertrag für die Marken Audi und Skoda (Agenturvertrag). Hier ergaben sich 2025 keine weiteren Änderungen.

- Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Ergebnis vor Steuern ist im Geschäftsjahr 2025 positiv und beläuft sich auf 13 TEUR (Vj. 141 TEUR).

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr gesunken, das beruht auf der Reduzierung des Fahrzeugbestandes im Bereich der Neuwagen und Gebrauchtwagen, der Reduzierung sowohl der Forderungen gegenüber den verbundenen Unternehmen als auch der Verbindlichkeiten gegenüber Banken.

Betreffend die URG-Kennzahlen zum 31.12.2025 beträgt die Eigenmittelquote 23,51 %, die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt 19,37 Jahre.

Die Nettoverschuldung beträgt 1.830 TEUR (Vj. 2.034 TEUR). Das Nettoumlaufvermögen beträgt im laufenden Geschäftsjahr 848 TEUR (Vj. 903 TEUR).

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt 85 TEUR (Vj. 257 TEUR). Die Umsatzrentabilität beträgt 0,4 % und die Gesamtkapitalrentabilität 1,05 %.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +483 TEUR, aus der Investitionstätigkeit -170 TEUR und aus der Finanzierungstätigkeit -570 TEUR.

(f)

- Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat neben dem Hauptstandort in Neunkirchen eine Zweigniederlassung in Ternitz, wo ein Lackierbetrieb und ein Gebrauchtwagenhandel betrieben wird.

-

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Die anhaltenden steigenden Kosten aufgrund der schon genannten Energiekrise und stetigen Zinserhöhungen haben auch 2025 insbesondere den Bereich des Fahrzeughandels schwer getroffen.

Die Veränderungen in der Auftragslage sind zwar derzeit noch überschaubar, jedoch sind im Bereich der__ Neufahrzeuge weiterhin Beeinträchtigungen gegeben. Auslieferungsschwierigkeiten aufgrund des Lieferrückstandes seitens der Werke sind auch weiterhin zu erwarten. Aufgrund der Förderungseinschränkungen und gleichzeitigen Steuereinführungen sowie vermehrt auftretenden Elektronikproblemen im Bereich der Elektromobilität ist ein Rückgang des Vertriebs in diesem Segment möglicherweise nicht auszuschließen. Langfristig gesehen können diese von uns nicht steuerbaren Einflüsse von außen dazu führen, dass sich die Werkstattumsätze reduzieren.

Das schon in den Vorjahren eingeleitete rigide Kostenmanagement wird weitergeführt.

Die Gesellschaft verfügt im Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts über ausreichend Liquidität.

2goricht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

- Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Der Botrieb ist trotz seines Privathändlerstatus in fast allen Bereichen seiner Geschäftstätigkeit vom Generalimporteur abhängig (siehe oben). Die Händlerverträge sind an eine Reihe von Vorgaben gebunden. Die Geschäftsführung wird wie in den Vorjähren weitere Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kundengewinnung setzen.

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein positives Betriebsergebnis enwartet, wenn im 2. Halbjahr 2026 keine signifikanten Beeinträchtigungen erfolgen werden.

-

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Die politische Lage in der EU als auch in Österreich macht eine langfristige Planung im Einzelhandel weiterhin unmöglich und erfordert permanent kurzfristige Entscheidungen. Die Automobilbranche befindet sich dadurch weiterhin in einer Umbruchsphase, bei der es schwer voraussehbar ist, wie sich der Markt für Autoverkäufe und -reparaturen entwickeln wird.

Die steigenden Anforderungen der Hersteller (Werke, Importeur) als auch der Kunden setzen eine ständige Adaptierung der technischen und baulichen Ausstattung in der Kfz- Branche voraus, die sich in einer Erhöhung des Bankenrisikos auswirken können. Aufgrund der Kredite besteht weiters ein Zinsrisiko. Mittels laufender Verhandlungen wird versucht, die Konditionen zu optimieren und die Zinsen zu minimieren. Durch die anhaltenden wirtschaftlichen Schwankungen ist eine ständige Kontrolle des Kapitalmarktes zur Vermeidung dieser Risiken erforderlich, diese wird von der Geschäftsleitung ausgeübt.

Durch die Beschränkung des Neuwagenverkaufes auf die Produkte eines Importeurs ist eine starke Abhängigkeit von diesem gegeben (vgl. oben). Durch ständige Schulungen im Bereich Verkauf und Service, durch Kundenaktionen, Werbeauftritten und Veranstaltungen tritt die Gesellschaft daraus entstehenden Risiken gegenüber. Weiters steigt jährlich der Konkurrenzdruck durch die Gruppenfreistellungsverordnung.

Durch die weiterhin angespannte Lage am Arbeitsmarkt entsteht das Risiko, nicht entsprechend qualifiziertes Personal einsetzen zu können, was zu Risikien in Richtung Kundenzufriedenheit, Auslastung, Gewährleistung und Garantie führen kann. Die Gesellschaft versucht, durch Aus- und Weiterbildung geeigneter qualifizierter Mitarbeiter/- innen diesem Risiko zu begegnen.

Hinsichtlich Ausfallsrisiken bei Forderungen besteht ein qualifiziertes Mahnwesen. Durch eine mögliche Insolvenzwelle kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass bei den Kundenforderungen höhere Ausfälle zu erwarten sind,

3. Bericht über die Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft ist im Bereich der Forschung und Entwicklung nicht über das übliche Ausmass bei Handels- und Dienstleistungsbetrieben tätig.

Neunkirchen, am 30.06.2026

Karl Orthuber

Kari Orthut

Ing. Karl Orthuber

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