Inhaltsverzeichnis
1. Allgemeine Lage
Osterreichs Tourismus blickt auf ein nachfrageseitig stabiles Wachstum zurück. Von Jänner bis Dezember 2025 wurden insgesamt 157,3 Millionen Nächtigungen verzeichnet – ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ankünfte erreichten 48,2 Millionen (+3,1 Prozent). Dies unterstreicht Österreichs Stärke als international beliebter Tourismusstandort.
Hapimag wurde 1963 gegründet – als ökonomisch attraktive und ökologisch sinnvolle Alternative zur eigenen Ferienwohnung. Die Hapimag Gesellschaft m.b.H. mit Fimensitz in Wien wurde im Jahr 1978 gegründet und betreibt die sieben Resorts in Osterreich, die im Eigentum der Schweizer Hapimag AG stehen.
Die Resorts befinden sich in Bad Gastein, Saalbach, Salzburg, Sonnleitn/Nassfeld, St. Michael/Lungau, Wien und Zell am See. Den Mitgliedern der Hapimag AG stehen an genannten Standorten insgesamt 519 Apartments zur Verfügung.
Standortspezifisch gibt es individuelle Gastronomie-, Wellness- und Serviceangebote.
Zweigniederlassungen bestehen nicht.
2. Geschäftsverlauf 2025
Die Hapimag Gesellschaft m.b.H. befand sich 2025 in einem schwierigen Umfeld. Die geplanten Belegungszahlen konnten in keinem der sieben Resorts erreicht werden. Als Gründe dafür werden die unsichere wirtschaftliche Lage in Deutschland (wichtigster Herkunftsmarkt der Gäste in den Resorts), und ein damit gedämpftes Reiseverhalten vermutet. Überdies verteuerte ein hoher Punktepreis den Urlaub für Hapimag Aktionäre, die Punkte zukaufen mussten. Die Auslastung stellt sich während der geöffneten Perioden wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| |Auslastung | 67,2 % | 69,3 % | 73,3 % | 72,4 % |
Abb. 1: Auslastung (nach Wohnungsnächten) in den geöffneten Perioden
Die Belegungszahlen zeigen insgesamt eine rückläufige Entwicklung. Der Wert aus 2023 wurde u.a. auch dadurch nicht erreicht, da das Resort Wien aufgrund von Renovierungsarbeiten seit Juni 2024 geschlossen war.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Auslastung | 51,8% | 57,1% | 63,9% | 53,5 % |
Abb. 2: Auslastung (nach Wohnungsnächten) über das gesamte Jahr
Insgesamt waren mit der angegebenen Auslastung folgende Anreisen/Nächtigungen zu verzeichnen:
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Anreisende | ||||
| Personen | 49.129 | 52.055 | 57.607 | 47.670 |
| |Nächtigungen | 272.152 | 295.331 | 325.012 | 271.161 |
Abb. 3: Anreisende Personen/Nächtigungen
Der Grossteil der in den österreichischen Hapimag Resorts urlaubenden Gäste stammt aus Deutschland. Daneben sind die Schweiz, Holland, Italien und Osterreich wichtige Herkunftsmärkte.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug im abgelaufenen Jahr (2024: 5,7 Tage). Damit setzt sich der Trend zu kürzeren Aufenthalten fort. 5,5 Tage
3. Finanzielle Leistunqsindikatoren
Der Rückgang der Umsatzerlöse 2025 im Vergleich zu den beiden Vorjahren ist auf die geringere Belegung der Resorts zurückzuführen.
Abb. 4: Umsatzerlöse in T€
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 13.133 | 13.375 | 13.600 | 10.822 |
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
| Umsatzrentabilität | 0,66 % | 1,15 % | 1,33 % | 7,83 % |
Abb. 5: Umsatzrentabilität in %
Der Grossteil der Umsätze wurde im Jahr 2025 durch Logiserlöse (T€ 7,458) erwirtschaftet, gefolgt von den Umsätzen aus Speise- und Getränkeverkäufen (vorwiegend aus den Restaurants und Shops in den Resorts Bad Gastein, Sonnleitn/Nassfeld und St. Michael/Lungau (T€ 2,805).
In den Geschäftssjahren 2022 bis 2024 sind Zuschüsse aus COVID19-Wirtschaftshiffen (Fixkostenzuschuss) sowie Energiekostenzuschüsse enthalten.
In der Erfolgsrechnung des Jahres 2025 wird ein Gewinn von T€ 73 ausgewiesen:
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Jahresfehlbetrag/ | ||||
| -überschuss | 73 | 158 | 156 | 689 |
Abb. 6: Jahresfehlbetrag/-überschuss in T€
Der Cash-flow und die Eigenmittelquote stellen sich wie folgt dar:
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Operativer Cash-flow | 207 | 2.113 |
| Investitions Cash-flow | -86 | -221 |
| |Finanzierungs Cash-flow | 0 | -2.000 |
Abb. 7: Cash-flow in T€
Der Rückgang der Eigenmittelquote im Geschäftsjahr 2024 ist in einer Dividendenausschüttung in Höhe von T€ 2,000 begründet.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenmittelquote | 44,1 % | 43,0 % | 65,4 % | 66,6 % |
Abb. 8: Eigenmittelquote (unter Berücksichtigung der öffentlichen Zuschüsse)
Die laufende Erhöhung des Personalaufwands wird durch die jährlichen Gehaltssteigerungen verursacht.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Personalaufwand | 6.704 | 6.527 | 6.261 | 5.093 |
Abb. 9: Personalaufwand in T€
4. Lage des Unternehmens
Vermögenslage
Das Gesamtvermögen der Gesellschaft besteht zu 44,4 % aus Anlagevermögen (Vorjahr 51,9 %) und zu 48,0 % aus Umlaufvermögen (Vorjahr 40,4 %).
Finanzlage
Der Finanzbedarf wird grundsätzlich durch die eigenen Aktivitäten gedeckt. Falls erforderlich wird dieser durch das Mutterunternehmen gedeckt, wodurch die Liquidität der Gesellschaft dauerhaft gewährleistet ist.
5. Risikobericht
Der Erfolg der Gesellschaft ist abhängig von der Auslastung der Resorts. Im Zuge des konzernweiten Reportingprozesses finden monatliche Belegungsvorschauanalysen statt. Damit ist gewährleistet, dass bei Abweichungen zum Budget schnell und präzise Massnahmen ergriffen werden können um die Kostenstruktur zu verändern.
6. Finanzinstrumente
Die Gesellschaft verwendet keine derivativen Finanzinstrumente.
7. Risiken und Ungewissheiten
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten sehen wir zum heutigen Zeitpunkt nicht.
8. Wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres
Für das Jahr 2025 sind keine wesentlichen Ereignisse zu nennen.
9. Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung werden von der Gesellschaft nicht betrieben.
10. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Aufgrund der Belegungsvorschau auf das Jahr 2026 wird mit einer ähnlichen Auslastung in den Resorts gerechnet. Da das Resort Wien ab 04/2026 wieder geöffnet ist wird von einer Steigerung der anreisenden Personen und Nächtigungen (gegenüber 2025) ausgegangen.
Es gibt keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.
Wien, am 26.05.2026
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| Christiar | n Weiß | Horst Schröcker |
| Geschäftsführer | Geschäftsführer | |