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Lagebericht 2025

Normann Engineering GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. Dez. 2025 · Eingereicht am 30. Sep. 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T zum 31. Dezember 2025 der NORMANN ENGINEERING GMBH

1. Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des Unternehmens

Normann Engineering ist ein Handelsunternehmen und System-Integrator mit spezieller Ausrichtung auf Breitband-Telekommunikation und Messtechnik-Lösungen. Zu den Kunden zählen führende Telekommunikations-Unternehmen in Österreich, Deutschland sowie vielen anderen europäischen Ländern. Neben Europa werden auch auf anderen Kontinenten Projekt-Geschäfte abgewickelt.

1.1 Geschäft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2025 war unter anderem durch sehr hohen Umsatz aber gleichzeitig verschlechterter Spannen-Situation gekennzeichnet.

Das Verhältnis Gewinn zu Umsatz hat sich verschlechtert, Preiserhöhungen konnten aufgrund vertraglicher Verpflichtungen nicht im selben Ausmaß weitergegeben werden, außerdem konnten weniger hoch-lukrative Projekte als 2024 realisiert werden.

Die Struktur bzgl. den Tochter-Unternehmungen hat sich nicht verändert.

Einige der Aufträge haben sich ebenso aufgrund durchschnittlich längerer Lieferzeiten zeitlich verschoben.

Der traditionelle HFC-Markt ist weiter im Abschwung begriffen, jedoch konnte man durch regionale Ausdehnung weitere Kunden in anderen Ländern gewinnen.

1.2 Geschäftsergebnis, Ertragslage (inkl. Kennzahlen)

Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 954 ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 305 gefallen. Während die Betriebsleistung um 35% gestiegen ist, hat sich der Materialeinsatz um 45% erhöht. Der Jahresgewinn ist trotz Umsatzsteigerung daher zurückgegangen.

1.3 Finanzlage (inkl. Kennzahlen)

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat das Unternehmen im Geschäftsjahr 2025 einen Cash-flow von TEUR -412 (VJ TEUR +4.333) erwirtschaftet, das liegt vor Allem am Aufbau der Vorräte und Kundenforderungen. Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrug TEUR -393 (VJ TEUR –171), der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR -200 (Vorjahr:

TEUR -1.801). Dabei haben sich die Liquiden Mittel insgesamt um TEUR 1.005 vermindert (Vorjahr: um TEUR 2.361 erhöht).

Das Working Capital stellt das kurzfristige Finanzierungspotential dar und ist mit rund EUR 8 Mio positiv (Vorjahr: 8 Mio).

Die Eigenmittelquote gem. URG beträgt 61% (VJ: 70), die fiktive Schuldentilgungsdauer liegt bei rund 3 Jahre (VJ: 1 Jahr). Beträgt die Eigenmittelquote weniger als 8 % und die fiktive Schuldentilgungsdauer mehr als 15 Jahre, so liegt ein gesetzlich vermuteter Reorganisationsbedarf vor. Aus den Kennzahlen ergibt sich, dass die Vermutung des Reorganisationsbedarts infolge des Überschreitens der Eigenmittelquote nicht gegeben ist.

1.4 Vermögenslage (inkl. Kennzahlen)

Die Investitionsdeckung als Relation der Investitionen in das Sachanlagevermögen zu den Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen beträgt 155 % (Vorjahr 160 %). Das bedeutet, dass die gegebenen Kapazitäten aufrecht erhalten werden können.

Das Sachanlagevermögen ist zu 56% (55 %) abgeschrieben. Je höher dieser Anlagenabnutzungsgrad ist, desto früher werden Reinvestitionsmaßnahmen erfolgen müssen.

1.5 Bestehende Zweigniederlassungen

Seit mehr als 10 Jahren wird eine GmbH in der Slowakei (Normann Engineering SRO) betrieben, die sich demselben Unternehmenszweck widmet. In Ungarn wurde 2015 ein Service Center übernommen sowie ebenso eine Gesellschaft (Normann Engineering KFT, mit Normann Engineering GmbH als 100% Eigentümer) gegründet. Im Jahr 2018 wurde noch eine weitere Zweigstelle in Serbien (Normann Engineering DOO in Belgrad) gegründet, die im 100% Eigentum von Normann Engineering GmbH ist. 2019 wurde ein Schwesterunternehmen im Kosovo (Normann Engineering Ilc) gegründet.

1.6 Forschung und Entwicklung

Entsprechend dem Geschäftsgegenstand wird keine eigene Forschung und Entwicklung betrieben.

2. Prognosebericht (voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens)

Ende 2025 konnten einige Projekte auf ausländischen Märkten (Europa) gewonnen werden. Man erwartet folglich positive Effekte aus diesen und Folge-Geschäften in den kommenden Geschäftsjahren. Weiterhin wird eine Diversifikation der Geschäftsbereiche vorangetrieben.

Politische Krisen bzw. der Ukraine-Konflikt im Besonderen hatten bislang keine Auswirkungen, auch da weder in der Ukraine noch in umliegenden Ländern nennenswerter Umsatz getätigt wurde, insbesondere nicht in Russland. Zolltechnische Themen im Verhältnis der EU mit den USA

oder China könnten Auswirkungen haben, aber voraussichtlich auch nicht im großen Rahmen (da Produktion der gekauften Produkte großteils zB. nicht in den USA stattfindet bzw. kein Export- Umsatz mit in den USA ansässigen Firmen besteht.).

3. Risikoberichterstattung

3.1 Beschreibung der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten

Durch eine weiterhin solide Eigenkapital-Struktur des Unternehmens und der langfristigen stabilen Entwicklung sind keine großen und unmittelbaren Risiken zu erwarten. Der Bedarf an technischen Produkten und Dienstleistungen wird in ähnlichem Maße für die kommenden Jahre zu erwarten sein. Zahlungsausfälle hatten sich in der Vergangenheit nur in sehr geringer Weise ergeben, man arbeitet regelmäßig mit entsprechend großen Netzbetreibern zusammen. Auch das Geschäft in Osteuropa mit teils sehr langen Zahlungszielen hat in den letzten Jahren keinerlei negative Auswirkungen hinsichtlich Zahlungsausfälle ergeben. Generell ist jedoch das Geschäft in Osteuropa mit höheren Risiken aber auch längeren Zahlungsaufschüben behaftet. Zu berücksichtigen sind ebenso entsprechende Tendenzen zu Übernahmen bzw. Konzentration auf nur wenige große Marktteilnehmer auf Kundenseite (zB. Übernahme von kleineren lokalen Netzbetreibern durch große Telekommunikations-Unternehmen).

Im Vorratsvermögen besteht das Risiko der technischen Überalterung oder Ausfall von geplanten Abnehmern. Durch ein effizientes Vorratsmanagement wird dieses Risiko jedoch reduziert. Auch wird durch eine ständige Erweiterung der regionalen Absätzmärkte (Expansion in neue Länder) versucht, dem entgegenzuwirken.

Darüber hinaus besteht ein Kursrisiko da Absatzpreise übenwiegend mit US-Dollarkurs schwanken, dem man jedoch versucht, durch Kursabsicherungen (bzw. Devisen- Termingeschäften) zu begegnen.

3.2 Berichterstattung zur Verwendung von Finanzinstrumenten

Außer der Inanspruchnahme von Devisen-Termingeschäften zwecks Kursabsicherung von langfristigeren Lieferverträgen greift man sonst kaum auf die Verwendung besonderer Finanzinstrumente zurück. Das Volumen beträgt per 31.12.2025 USD 2.405.000,00. Der negative Marktwert beträgt EUR 34.515,00.

Wels, 29. September 2026

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