← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024/25

SOFTCOM CONSULTING GmbH

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 18. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

Geschäftliche Entwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die SOFTCOM CONSULTING GmbH ein Betriebsergebnis inHöhevon EUR 6 391 154,62 erwirtschaftet. Der Bilanzgewinn beträgt zum Stichtag 31.3.2025 EUR9 996304,28, das Eigenkapital EUR 10 096 304,28.

Im Geschäftsjahr 2024/2025 konnte das Unternehmen sein Kerngeschäft weiter deutlich ausbauen. Dies gelang vor allem durch Zuschläge bei öffentlichen Ausschreibungen sowie durch neue Kundenimprivaten Bereich. Die gewonnenen Rahmenverträge weisen größtenteils Laufzeiten von rund fünf Jahrenauf. Damit ist die Grundlage für eine stabile Ertragslage auch in den kommenden Jahren gegeben.

Die geplanten Umsatzziele wurden trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen klar übertroffen. Einflussfaktoren waren Personalknappheit, steigende Kosten bei Gehältern und Subunternehmern, erhöhte Energiekosten und eine weiterhin hohe Inflation. Hinzu kamen Einsparprogramme imöffentlichenSektor. Trotz dieser Herausforderungen konnte das Umsatzwachstum der Vorjahre erneut deutlichgesteigert werden.

Auch das Ergebnis entwickelte sich positiv. Der Rohertrag stieg leicht, obwohl die inflationsbedingten Kostensteigerungen nicht in vollem Umfang über höhere Erlöse bei den Kunden abgefedert werdenkonnten. Das administrative Wachstum wurde gut bewältigt und die internen Abläufe konnten die operativeExpansion solide unterstützen.

Bericht zur konjunkturellen Lage

Die konjunkturelle Lage im IT-Markt war im Geschäftsjahr 2024/2025 durch eine spürbareEintrübung geprägt. Im öffentlichen Bereich führten die von den Bundesministerien zu leistenden Stabilitätsbeiträgezu merkbaren Einsparungen. Ab dem Sommer und besonders im Herbst 2024 kames zustrengeren Budgetprüfungen, zurückhaltenden Freigaben und einer deutlich vorsichtigeren Ausschreibungspolitik. Projekte wurden in vielen Fällen nicht gestoppt, aber zeitlich gestreckt. Diese Entwicklungprägtedas Marktumfeld bis zum Stichtag 31.03.2025.

Trotz dieser Sparmaßnahmen blieb der grundlegende Digitalisierungsbedarf im öffentlichen Sektor bestehen. Themen wie Prozessautomatisierung, Registermodernisierung und IT Sicherheit gewannenweiteran Bedeutung. Auch regulatorische Anforderungen wie zB aus dem Bereich Cybersecurity sorgtendafür, dass Digitalisierungsmaßnahmen nicht stärker reduziert werden konnten. Der Markt zeigte daher weniger einen Einbruch, sondern vielmehr eine Verschiebung und Priorisierung bestehender Vorhaben.

Im privaten Sektor war die wirtschaftliche Lage ebenfalls leicht abgeschwächt. Einige Unternehmen verschoben größere Transformationsprojekte, setzten jedoch weiterhin auf Maßnahmenzur Effizienzsteigerung, Automatisierung und Cloud Nutzung. Der Bedarf an IT-Dienstleistungen bliebinsgesamt stabil, allerdings mit einem stärkeren Fokus auf Kostenoptimierung.

Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte blieb angespannt. Auch bis zum Stichtag 31.03.2025 konntenviele Unternehmen offene Stellen nur verzögert besetzen. Die Personalkosten stiegen weiter, vor allemdurch kollektivvertragliche Anpassungen. Die Subunternehmerkosten blieben ebenfalls auf hohemNiveau. Die Inflation war zwar prozentuell rückläufig, lag jedoch weiterhin über dem historischen Durchschnitt und beeinflusste die Kostenstruktur im IT-Dienstleistungsmarkt.

Insgesamt zeigte sich bis zum Stichtag 31.03.2025 ein zweigeteiltes Bild. Einerseits führten Einsparungen und Verzögerungen zu dämpfenden Effekten. Andererseits blieb der strukturelle Druck zur Digitalisierung unverändert hoch. Der Markt war damit kurzfristig verhalten, mittel und langfristig jedoch stabil inseiner Grundtendenz.

Ertragslage

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern entspricht dem um den Zinsaufwand (bzw. ähnliche Aufwendungen) korrigierten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
2023/20242024/2025
Ergebnis vor Steuern6 142 082,436 441 413,63
+ Zinsen und ähnliche Aufwendungen gem. § 231 Abs 2 Z 15 bzw.
Abs 3 Z 14 UGB77 959,3165 888,95
= Ergebnis vor Zinsen und Steuern6 220 041,746 507 302,58

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität entspricht dem Verhältnis aus Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Umsatzerlösen.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:2023/20242024/2025
Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100
Umsatzerlöse10.94 %10,49 %

Eigen ka pita lrentabilität

Die Eigenkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:2023/20242024/2025
Ergebnis vor Steuern x 100
Eigenkapital zum 31.03.202x99,16 %63,80 %

Gesamtkapitalrentabilität

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
Berechnung:2023/20242024/2025
Ergebnis vor Zinsen und Steuern x 100
Gesamtkapital zum 31.03.202x31,43 %26,92 %

Folgende wesentliche Ereignisse während des Geschäftsjahres 24/25 sind zu verzeichnen

Weitere Aufstockung der Kernmannschaft in der Zentrale, insbesondere in den Bereichen Office

Management, IT Recruiting und Bid & Proposal Management. Es wurde eine eigene „Taskforce Personal" geschaffen, ein Gremium, in dem alle Führungskräfte mit Personalverantwortung vertreten sind und in dem wichtige Personalentscheidungen wie zB unternehmensübergreifende Fortbildungsmaßnahmen sowie Mitarbeiterbindungs- und Mitarbeitergewinnungsprogramme fest-gelegt werden.

Signifikante Investitionen in die Digitalisierung: Eintritt in Phase 2 eines umfassenden ERP-Systems sowie Ausbau des Intranets. Verstärkte Investitionen in Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement und ISMS bei

gleichzeitiger Optimierung der Richtlinien, Prozesse und Arbeitsabläufe sowie in Marketing (insbesondere Social Media).

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wurde noch stärker in die Bereiche ITRecruiting, Mitarbeiterbindung und -gewinnung investiert.

Um fortgesetzt im Bereich der öffentlichen und halböffentlichen Ausschreibungen wettbewerbsfähigzu bleiben, fokussierten wir uns noch stärker auf unser erfolgreiches Bid & Proposal-Management sowieauf die umfassende Ausbildung und Zertifizierung unserer Spezialist:innen. Auch wurde der Ausbauder Digitalisierung der Gesellschaft durch diverse neue Tool-Unterstützungen weiter vorangetrieben, umdamit noch effektiver und effizienter zu werden.

Bericht über wesentliche Risken und Ungewissheiten, denen das Unternehmen ausgesetzt ist

Das Unternehmen ist weiterhin mehreren Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt, die zumStichtag 31.03.2025 erkennbar waren und die künftige Entwicklung beeinflussen können.

Ein wesentliches Risiko ergibt sich aus den allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Geopolitische Spannungen, konjunkturelle Unsicherheiten in Europa und ein insgesamt vorsichtigeres Investitionsverhalten können Einfluss auf die Projektlage haben. Auch wenn die IT-Branche imVergleich zuanderen Wirtschaftssektoren eine hohe Stabilität aufweist, besteht das Risiko, dass Auftraggeber Projektezeitlich strecken oder in kleineren Schritten beauftragen.

Im öffentlichen Sektor stellt die bestehende Budgetrestriktion ein fortlaufendes Risiko dar. Dievonden Bundesministerien zu leistenden Stabilitätsbeiträge führen zu strengen Budgetprüfungen undlängeren Freigabeprozessen. Daraus können zeitliche Verschiebungen von Projekten entstehen. Diese Situationwar bis zum Stichtag 31.03.2025 klar erkennbar.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus dem anhaltenden Fachkräftemangel. Der IT-Arbeitsmarkt bleibt angespannt, wodurch offene Stellen teilweise verzögert besetzt werden können. Höhere Personalkosten durch kollektivvertragliche Anpassungen und hohe Abgaben belasten zusätzlich die Kostenstruktur. Dadiese Kostensteigerungen nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden können, entsteht einRisiko für die Ergebnisentwicklung. Auch Subunternehmerkosten bleiben hoch und beeinflussen dieKalkulation anspruchsvoller Projekte.

Zudem ist das Unternehmen Ausschreibungs- und Vergaberisiken ausgesetzt. Zeitpunkt, Umfangund Ausgang größerer Vergabeverfahren können nicht gesichert prognostiziert werden. Eine Verzögerungoder ein negativer Zuschlag kann die zukünftige Auslastung beeinflussen. Dieses Risiko ist branchenüblichund auch zum Stichtag unverändert gegeben.

Trotz dieser Risiken zeigt sich, dass sich die Auswirkungen für die SOFTCOM CONSULTINGGmbHim Vergleich zu vielen Mitbewerbern bisher geringer darstellten. Dies hängt unter anderemmit der hohen Qualität der Projektabwicklung und der zuverlässigen Umsetzung von Leistungen zusammen. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über eine effiziente Kostenstruktur mit schlankemOverhead, waszu wettbewerbsfähigen und marktkonformen Preisen führt. Dieser Vorteil zeigt sich regelmäßignicht nurim Rahmen von Ausschreibungen, sondern auch in der erfolgreichen und stabilen Durchführung vonProjekten.

Durch die breite Kundenbasis, die langfristigen Rahmenverträge und die stabile Nachfragenach Digitalisierungsleistungen ergibt sich insgesamt ein risikoausgewogenes und durchaus zuOptimismus berechtigendes Bild. Das Unternehmen kann sich zudem regelmäßig bei öffentlichen Ausschreibungen gegen starken Mitbewerb durchsetzen und auch große, renommierte Marktteilnehmer auf nachrangigePlätze verweisen. Dies bestätigt die Wettbewerbsfähigkeit der SOFTCOM CONSULTING GmbHsowohl hinsichtlich Preisgestaltung als auch in der Qualität der angebotenen Leistungen.

Bericht über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres 2024/2025 kam es zu geschäftlichen Entwicklungen, die für das weitere Wachstum des Unternehmens von Bedeutung sind.

Das Unternehmen erhielt Zuschläge für weitere öffentliche Ausschreibungen mit mehrjährigen Laufzeiten. Diese sichern zusätzliche Kapazitäten und ermöglichen eine geordnete Ausweitung der Personal- und Partnerstrukturen. Gleichzeitig konnten in einzelnen Leistungsbereichen die Kosten der eingesetzten Subunternehmer reduziert werden.

Die internen Digitalisierungs- und Automatisierungsinitiativen wurden ebenfalls weiter vorangetrieben. Erste Verbesserungen in Abläufen und Prozessen konnten bereits realisiert werden. Dadurch steigen Effizienz und Transparenz in der operativen Steuerung.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für die Gesellschaft ist auch in den kommenden Geschäftsjahren von einer Fortsetzung des positiven Wachstumskurses auszugehen. Es wird erwartet, dass sich Umsatz, Ergebnis und Personalstand weiter erhöhen. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert darauf, die dafür erforderlichen finanziellen, organisatorischen und personellen Ressourcen in verlässlicher Qualität bereitzustellen und das Wachstum kontrolliert und nachhaltig abzusichern.

Bericht über den Bereich Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung & Entwicklung erfolgten keinerlei Aktivitäten der Gesellschaft.

Bericht über bestehende Zweigniederlassungen der Gesellschaft

Es bestehen weiterhin keine Zweigniederlassungen der Gesellschaft.

Bericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten, damit verbundener Strategien und Risken

Zur Risikostreuung wurden für die Gesellschaft einerseits die Bankverbindungen erweitert, andererseits aber auch ein weiterer Teil des erwirtschafteten Geldes in Aktien investiert, wobei dies auf Basis eines vorsichtigen Engagements erfolgte.

Wien, am 17.12.2025

Die Geschäftsführung der SOFTCOM CONSULTING GmbH

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.