← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024/25

Holter Verwaltungs GmbH

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 30. März 2026

Inhaltsverzeichnis

L A G E B E R I C H T für das Geschäftsjahr 1. Juli 2024 – 30. Juni 2025

Die Holter Verwaltungs GmbH ist innerhalb der HOLTER-Gruppe vorwiegend für die Erbringung von Dienstleistungen an andere Gesellschaften der HOLTER-Gruppe zuständig, insbesondere für die strategische Ausrichtung und Entwicklung, Verwaltung, Rechnungswesen, HR und Controlling. Sie stellt die gesamte IT-Infrastruktur und den gesamten Fuhrpark zur Verfügung. Der überwiegende Teil des Liegenschaftsvermögens steht im Eigentum der Holter Verwaltungs GmbH. Das Unternehmen beschäftigt das gesamte Management mit den dazugehörigen Mitarbeitern.

Bericht über den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage

Die Holter Verwaltungs GmbH erzielt im GJ 24/25 Umsatzerlöse von MEUR 40,3 (Vorjahr: MEUR 39,7), dies entspricht einer Umsatzsteigerung von TEUR 568 bzw. 1,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum 23/24. Die leichte Umsatzsteigerung ist durch Kostensteigerungen im Fuhrpark, im Aufwand Ressort Finanzen sowie aus den Marketingaufwendungen bedingt, die zu höheren verrechenbaren Kosten an die übrigen Gesellschaften der HOLTER-Gruppe führten. Die Marktentwicklung ist weiterhin geprägt von der Bewältigung der historisch hohen Inflation trotz einem aktuell stagnierendem Zinsniveau. Die gestiegenen Personalkosten können nur teilweise kompensiert werden.

Die Holter-Gruppe reagierte bis Ende Juni 2025 auf die zurückhaltende Nachfrage mit einer 10%igen Stundenreduktion bei einem Lohnverzicht von 5%. Die Maßnahme wurde gemeinsam mit der Belegschaft entwickelt und basierte auf freiwilliger Basis.

Das Ergebnis vor Steuern beträgt MEUR 2,68 (Vorjahr: MEUR -8,38).

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mit einer Eigenmittelquote von 39,3 % (Vorjahr: 32,5 %) verfügt die Holter Verwaltungs GmbH über eine solide und ausgeglichene Finanzstruktur.

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 2
BerechnungEinheit 2024/252023/24 2022/23
1. Rentabilität:
Ordentliches Betriebs-
Vermögens-
rentabilitätergebnis * 100%9,4-8,49,5
Ø Vermögen
Cash-flow aus dem
Cash-flow
aus dem ErgebnisErgebnis* 100%6,9-17,42,6
Betriebsleistung
Eigenkapitalrenta-EBT * 100
bilität vor SteuernØ Eigenkapital%28,5-68,96,3
Eigenkapitalrenta-
bilität nach Steuern
(ohne latenteEBT abzüglich Ertragsteuern%27,0-66,80,5
Steuern)Ø Eigenkapital
BerechnungEinheit 2024/252023/24 2022/23
2. Finanzierung
und Liquidität:
(Eigenmittel + langfristige
AnlagendeckungFremdmittel) * 100%102,5103,1110,0
Langfristiges Vermögen
Kurzfristiges Vermögen
Working Capital- Kurzfristige SchuldenTEUR7.6085.4672.063

Gemäß §§ 23 und 24 Unternehmensreorganisationsgesetz (URG) lassen sich aus den letzten Jahresabschlüssen folgende Kennzahlen ableiten:

Berechnung

3. URG-Kennzahlen:

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 3
Einheit 2024/252023/24 2022/23
(Eigenkapital + unversteuerte
Rücklagen) * 100
Eigenmittelquote
Gesamtkapital - von den gemäß § 23 URG%39,332,548,8
Vorräten absetzbare An-
zahlungen
(Rückstellungen + Schulden Fiktive Schulden- - liquide Mittel)
tilgungsdauer
Mittelüberschuss aus der gemäßJahre5,9n.a.14,2
gewöhnlichen § 24 Abs 1 URG
Geschäftstätigkeit

Die Kennzahlen des vorangegangenen Geschäftsjahres 2023/24 waren beeinflusst durch die Abschreibung bzw. Wertberichtigung der Anteile bzw. Forderungen gegenüber der Holter Großhandel Deutschland GmbH.

Im Laufe des Berichtsjahres 2024/25 bildete die Holter Verwaltungs GmbH 15 Lehrlinge aus. Holter bietet in den kommenden Jahren eine erstklassige Ausbildung mit vielfältigen Chancen, in dem sich Talente entfalten und weiter entwickeln können, unterstützt von einem starken Team und einer Kultur des Zusammenhalts.

In einem herausfordernden Umfeld, das durch

Fachkräftemangel und steigende Wechselbereitschaft geprägt ist, setzt Holter gezielt auf Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung.

Freiwillige Sozialleistungen und Mitarbeiter Benefits, Programme im Bereich der Gesundheit, Firmenrad und ein eigenes Mitarbeiterbudget für interne Abteilungsveranstaltungen tragen zum Wohlbefinden unserer Mitarbeiter bei. Wir übernehmen mit unserer Vorgangsweise Verantwortung und setzen auf Nachhaltigkeit bei unseren MitarbeiterInnen.

Als Familienunternehmen ist der Holter Verwaltungs GmbH das Thema „Nachhaltigkeit“ in allen Belangen ein besonderes Anliegen, da mit diesen strategischen Entscheidungen, die Weichen für die künftige Generation gestellt werden. Neben den gesetzlichen Anforderungen spiegelt sich unser Nachhaltigkeitsmanagement in der Produktstrategie wider.

Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens Die Holter-Gruppe sieht sich weiterhin mit einem zunehmenden herausfordernden Geschäftsfeld und einer angespannten Marktsituation konfrontiert.

Die konjunkturelle Entwicklung in Österreich ist stark durch die zukünftige Investitionsbereitschaft, aufgrund der enormen Preissteigerungen, beeinflusst. Die Entwicklung der Geschäftstätigkeit wird in den Folgejahren durch einen starken Preiskampf im Wettbewerb und die sich verändernden Marktbedingungen bestimmt werden. Der geringe Anstieg der österreichischen Wirtschaftsleistung um 0,1% im ersten Quartal 2025 wird laut der Konjunkturprognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) den Beginn einer zaghaften Erholung einleiten. Vom privaten Konsum sollen in den nächsten Monaten leicht positive Impulse ausgehen, die den Weg der Rezession ebnen. Die OeNB erwartet für Österreich ein geringes BIP-Wachstum von 0,2%.

Die anhaltenden Konflikte zwischen Russland/Ukraine und der aktuell andauernde Israel Konflikt tragen zu Schwankungen bzw. zu einer Erhöhung der Energiepreise bei.

Auf die Ertragslage der Gesellschaft werden sich aufgrund der Lieferanten- und Kundenstruktur die geopolitischen Krisen nicht unmittelbar auswirken. Mögliche Preissteigerungen aufgrund von mittelbaren Implikationen im Einkauf versuchen wir teilweise an die Kunden weiterzugeben.

Für das Geschäftsjahr 2025/26 wird aufgrund der bereits angeführten Konjunkturprognose für Österreich mit keinem wesentlichen Umsatzwachstum gerechnet.

Im Fokus stehen daher Prozessoptimierungen und -automatisierung, Kosteneffizienz und mögliche Kosteneinsparungen.

Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Wir sind verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Zur Identifikation und Bewertung dieser Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil unserer Routineprozesse implementiert. Dem latenten Risiko bei unserem Tochterunternehmen im Hinblick auf Veruntreuung, allgemeines Risiko bei der Beschaffung sowie dem Bonitätsrisiko soll damit Rechnung getragen werden.

Da die Gesellschaft im Wesentlichen Dienstleistungen für die HOLTER-Gruppe erbringt, besteht ein geringes Ertrags- und Liquiditätsrisiko. Das Risiko liegt in der Entwicklung der übrigen HOLTER-Gesellschaften.

Aufgrund unserer mittel- und langfristigen Finanzierungen sehen wir aktuell keine Zinsänderungs- und Währungsrisiken, der Einsatz von Finanzinstrumenten wird als nicht notwendig erachtet.

Eine Clearingvereinbarung regelt die gegenseitige Zurverfügungstellung von freier Liquidität. Aufgrund der bestehenden und gelebten Aufgabenverteilung innerhalb der Holter-Gruppe führt diese Vereinbarung zu wesentlichen wirtschaftlichen Vorteilen für jedes Mitglied und damit auch zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit.

Grundsätze, Richtlinien, Prozesse und Verantwortlichkeiten sind so festgelegt, dass eine korrekte und zeitnahe Bilanzierung aller geschäftlichen Transaktionen gewährleistet ist. Dadurch wird eine frühzeitige Erkennung von Risiken ermöglicht und können verlässliche Informationen über die finanzielle Situation des Unternehmens zur internen und externen Verwendung geliefert werden. Risiken, die einzeln oder hinsichtlich des Gesamtrisikos bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet erscheinen, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu gefährden, sind nicht erkennbar.

Zum Schutz von allgemeinen Risiken wurden folgende Maßnahmen getroffen:

IT: Die Sicherheit unserer IT-Systeme, insbesondere der Schutz vor unbefugtem Zugriff und Manipulationsmöglichkeiten durch Dritte wird regelmäßig durch die interne IT überprüft. Aus Sicherheitsgründen wurden zusätzliche IT-Security Lösungen implementiert um damit noch höhere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Interne Schulungen werden verstärkt durchgeführt.

Die Prozesse des internen Kontrollsystems werden laufend auf Aktualität geprüft und unterziehen sich jährlich einer externen Prüfung durch Dritte.

Bericht über die Forschung und Entwicklung

In Bereich Forschung und Entwicklung wurden keine Maßnahmen gesetzt.

Wels, am 24. September 2025

Der ch sführer

Markus Steinbrecher

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.