Inhaltsverzeichnis
Marie-Curie Straße 1, 2700 Wr. Neustadt
FN 103990b
1. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf
Das Kerngeschäft der Firma SOL Technische Gase GmbH ist der Vertrieb von Industrie- und Medizingasen und dem dazugehörigen Equipment. Die rezessive Gesamtwirtschaftslage im Jahr 2025 und die anhaltenden hohen Rohstoffpreise erschwerten die Geschäftstätigkeit und beeinflussten die Margenentwicklung. Im Gegensatz zum Vorjahr kam es zu einem Umsatzrückgang von 4%.
Im industriellen Flaschengassegment konnte eine quantitative Absatzsteigerung von 8 % erzielt werden. Der Umsatz in diesem Geschäftsbereich stieg um 7 %. Im Bereich der industriellen Flaschengasmiete kam es zu einem Rückgang um 1,7%
Der Umsatzrückgang im medizinischen Bereich belief sich auf 6%
Im Flüssiggassegment ergab sich ein quantitativer Rückgang in Höhe von 9,4 % mit einem einhergehenden Umsatzrückgang von 3,1 %.
Die Absatzmenge im Trockeneissegment ging um 9,3% zurück. Der Umsatzrückgang betrug 6,2% Im Bereich des technischen Anlagenbaues wurde im Geschäftsjahr 2025 kein Großprojekt realisiert.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden die operativen Aktivitäten des tschechischen Marktes im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung an die neu gegründete Schwestergesellschaft SOL Czechia s.r.o. veräußert.
Geschäftsergebnis und Ertragslage
Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Der Materialaufwand beläuft sich auf EURO 9.306.443,-. In Relation zum Gesamtumsatz bewegt sich der Wareneinsatz 2025 annähernd dem gleichen Niveau wie 2024. Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr 2025 um 0,3 % auf EURO 3.000.169,- gesunken.
Die Abschreibungen belaufen sich auf EURO 1.479.271,- (Vj.: EURO 1.464.878,-) Das Betriebsergebnis sank von EURO 187.056,- in 2024 auf EURO -27.478,- in 2025. Der Jahresgewinn beträgt im Jahr 2025 EURO 48.514,- (Vj.: EURO - 86.504,36,-). Es ergibt sich 2025 ein Bilanzverlust von EURO 4.962.202,- (Vj.: EURO 5.010.716,-).
2. Vermögens- und Finanzlage
Die Teilsummenergebnisse der Geldflussrechnung nach Fachgutachten KFS/BW 2 des Fachsenates für Betriebswirtschaft und Organisation stellen sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 wie folgt dar:
| 2025 2024 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|
| TEUR TEUR | TEUR | ||
| CASH-FLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | -426 | 798 | -1 224 |
| CASH-FLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT | 159 | -846 | 1 004 |
| |CASH-FLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | 0 |
SOL Technische Gase GmbH
| |Kennzahlen als Verhältnisse 2025 | 2024 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR/% |
| Eigenkapitalquote (Eigenkapital zu Gesamtkapital) | 76,2% | 74,6% | 1.6% | |
| Working Capital -251 (Umlaufvermögen - kurzfristiges Fremdkapital) | -1 088 | 837 | ||
| Gesamtkapitalrentabilität | negativ | 0.7% | ||
| Eigenkapitalrentabiliät | -0,7% | -0,3% | -0.4% | |
| Umsatzrentabilität | -0,2% | 1,1% | -1,3% | |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) -27 | 187 | -215 | ||
| Nettoverschuldung 4 176 (verzinsl. Fremdkapital - flüssige Mittel) | 4 203 | -27 | ||
| Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung / Eigenkapital) | 15,8% | 15,9% | -0,2% |
Die Eigenkapitalquote stieg um 1,6 %. Dies liegt am Bilanzstruktureffekt. Das Gesamtkapital ist um 470 TEURO auf 28.283 TEUR gesunken bei nahezu gleichbleibenden Eigenkaptial.
Das Working hat sich signifikant um 837 TEUR verbessert. Dies resultiert aus zwei gegenläufigen Entwicklungen in der Bilanz:
• Höheres Umlaufvermögen: Das kurzfristige Vermögen stieg um 544 TEUR, was vor allem an einem massiven Aufbau der "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" (+803 TEUR) lag. • Niedrigeres kurzfristiges Fremdkapital: Gleichzeitig wurden die kurzfristigen Fremdmittel um 515 TEUR abgebaut. Hier fielen besonders die Reduktion des Cash Poolings (-282 TEUR) und der "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" (-206 TEUR) ins Gewicht.
Der Einbruch der Rentabilitätskennzahlen (Gesamtkapital-, Eigenkapital- und Umsatzrentabilität) sowie die Entwicklung des EBITs ins Negative lassen sich hauptsächlich durch die operative Geschäftsentwicklung erklären:
• Umsatzrückgang: Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 478 TEUR (von 16.508 TEUR auf 16.030 TEUR) gesunken.
• Gestiegene Kosten: Gleichzeitig stiegen die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" um 190 TEUR (von -2.299 TEUR auf -2.489 TEUR) an. • Fazit: Der geringere Umsatz bei gleichzeitig gestiegenen sonstigen Aufwendungen drückte das Betriebsergebnis (EBIT) mit -27 TEUR ins Minus. Ein negatives operatives Ergebnis führt zwangsläufig zu negativen Rentabilitätskennzahlen.
3. Vorschau, Entwicklung der Gesellschaft 2026
Für das Jahr 2026 sind keine exorbitanten Absatzsteigerungen geplant. Der Fokus liegt auf dem Erhalt der Bestandskunden und Gewinnung von ausschließlich lukrativen Neukunden.
Der anhaltende Rückgang der Bruttowertschöpfung im Industriebereich und die schwache konjunkturelle Entwicklung in Österreich drücken auf die Erwartungshaltung der Gesellschaft.
Mithilfe von Preisanpassungsmassnahmen und der Gewinnung von Neukunden soll dennoch ein Umsatzwachstum erzielt werden.
Es wird von einem vergleichbaren Ergebnis wie 2025 ausgegangen.
Langfristiges Ziel ist der Erhalt der Marktposition korrelierend mit einem Wachsen des EBIT’s.
4. Risiko/Chancen Berichterstattung
Neben den generellen, konjunkturellen Schwierigkeiten im Industriesektor ist das Hauptrisiko in einem aggressiven Marktverhalten eines unserer Mitbewerber zu sehen. Aufgrund des hohen Standardisierungsgrades der zu verkaufenden Produkte besteht ein latenter Preisdruck, sowohl bei Bestandskunden als auch beim Abschluss von Neuverträgen.
Für den Erhalt von Bestandskunden wird neben dem Hauptindikator „Preis“ auch die Qualität des Services entscheidend sein. Sowohl im Industrie- als auch im Medizinbereich wird eine kompetente Beratung und pünktliche Lieferung sehr geschätzt. Hierbei versuchen wir durch höchstmögliche Flexibilität, gegenüber unserem Mitbewerb, zu punkten. Die Sicherstellung des Services setzt eine gut geschuldete Belegschaft voraus.
Intern versuchen wir sowohl durch Produktschulungen als auch durch Weiterbildung und Social Benefits die Mitarbeiter langfristig an die Gesellschaft zu binden. Neurekrutierungen gestalten sich am aktuellen Arbeitsmarkt als schwierig und zeitintensiv, daher liegt das Augenmerk der Gesellschaft am Erhalt der vorhandenen Belegschaft.
In der Qualitätsabteilung laufen alle Beschwerden von Kunden zusammen und werden entsprechend ausgewertet, um notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Qualitätssicherung und Verbesserung muss für unsere Kunden spürbar sein.
Die breite Streuung unserer Geschäftstätigkeit in den unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen lässt uns kurz- und mittelfristige konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Bereichen gut abfedern. Die kontinuierliche Analyse des Marktes und unserer Kunden erlaubt es uns auf geänderte Gegebenheiten schnellstmöglich zu reagieren.
5. Forschung und Entwicklung
Die Firma SOL Technische Gase GmbH betreibt weder Forschung noch Entwicklung.
6. Bericht über Zweigniederlassungen
Es existieren keine Zweigniederlassungen der SOL Technischen Gase GmbH.
Wiener Neustadt, am 29. April 2026
| Marco Annoni | Matteo Fumagalli Romario |
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Marco Annoni 29/04/2026 08:49:18 UTC+0200
Matteo Fumagalli Romario 9/04/2026 08:52:06 UTC+0200