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Ringer GmbH
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Erzeugung, der Verkauf und die Vermietung von Gerüsten und Schalungsprodukten, wobei die Hauptkunden in Osterreich Unternehmungen des Baugewerbes und im Export Baufirmen und Händler sind. Der Sitz der Gesellschaft ist in Regau.
ALLGEMEINE WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG
Die österreichische Wirtschaft zeigte im Jahr 2025 nach zwei Jahren rückläufiger Wirtschaftsleistung wieder eine leichte Erholung. Nach vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria stieg das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025 um 0,6%. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von einer moderaten Ausweitung der Konsumausgaben (privater Konsum +0,5%) sowie einer wieder positiven Investitionstätigkeit (+1,4%). Der Außenhandel wirkte hingegen nur schwach unterstützend (Exporte real +0,3% bei zugleich kräftigerem Importanstieg). Auf Branchenebene blieb das Bauwesen ein wesentlicher Belastungsfaktor (Bauwesen -2,9%), während die Herstellung von Waren im Jahresverlauf leicht zulegen konnte.
Das Preisumfeld blieb 2025 weiterhin angespannt: Im Jahresdurchschnitt lag die Inflation (VPI) bei 3,6%. Am Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der beginnenden Konjunkturerholung eine spürbare Abschwächung. Laut AMS betrug die Arbeitslosenquote nach nationalem Berechnungskonzept im Jahresdurchschnitt 2025 7,4%.
Für 2026 wird – bei anhaltend hoher Unsicherheit – von einer Fortsetzung der moderaten Erholung ausgegangen. In den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Kennzahlen wird für Osterreich für 2026 ein reales BIP-Wachstum von rund 0,9% erwartet, bei einer im Jahresdurchschnitt sinkenden Inflation (VPl: 2,7%) und einer Arbeitslosenquote, die auf erhöhtem Niveau verharrt. Als Risiken für die konjunkturelle Entwicklung werden insbesondere geopolitische Spannungen und damit verbundene Energiepreisimpulse sowie die weiterhin fragile Investitionsdynamik genannt.
Die Bruttoanlageinvestitionen sollen real um 1,0 % steigen, wobei die Bauinvestitionen nach den starken Rückgängen der Vorjahre erstmals wieder leicht zulegen (+0,1 %). Innerhalb der Bauwirtschaft wird für 2026 vor allem im Hochbau eine Erholung erwartet, während der Tiefbau aufgrund der angespannten öffentlichen Budgets nur verhaltene Impulse liefern dürfte. Insgesamt geht das WIFO davon aus, dass das Bauwesen im Jahr 2026 wieder einen leicht positiven Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten wird. (Quellen: WIFO, WKO).
GESCHÄFTSVERLAUF GESCHÄFTSJAHR 2025
Die Lage am österreichischen Baumarkt blieb im Geschäftsjahr 2025 weiterhin angespannt. Durch eine intensive Marktbearbeitung konnte der Umsatz im Inland jedoch deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig war der Markt unverändert von einem hohen Preisdruck geprägt.
Zusätzlich zur positiven Entwicklung im Inland konnte auch der Exportumsatz signifikant erhöht werden. Insgesamt resultierte daraus eine beachtliche Umsatzsteigerung von 24,7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Exportquote stieg weiter an und beträgt nun 35,5 % (Vorjahr: 33,7 %).
ZWEIGNIEDERLASSUNGEN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden wie im Vorjahr 5 Zweigniederlassungen: Standorte Oberwaltersdorf, Emmersdorf, Friesach, Klagenfurt und Langkampfen. Zusätzlich wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Auslieferungslager in Dornbin angemietet.
VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
Kennzahlen der Finanzierungsanalyse
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | ||
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Eigenkapitalquote | Gesamtkapital | 74% | 71% |
| Fremdkapital | |||
| Fremdkapitalquote | Gesamtkapital | 26% | 29% |
| Materialaufwand | |||
| Lagerumschlagshäufigkeit | durchschn. Lagerbestand | 0,50 | 0,56 |
| Anlagevermögen | |||
| Anlagenintensität | Gesamtkapital | 0,09 | 0,10 |
| EBIT – Betriebsergebnis (TEUR) | 4.117 | 2.029 | |
| EBITDA (TEUR) | = EBIT + Abschreibung | 6.092 | 3.799 |
| Netto-Geldfluss Ifd. Geschäftstätigkeit | |||
| (TEUR) | 702 | -6.457 | |
| Netto-Geldfluss Investitionstätigkeit | |||
| (TEUR) | -1.055 | -1.357 | |
| Netto-Geldfluss Finanzierungstätigkeit | |||
| (TEUR) | 719 | 7.669 | |
| Veränderung liquide Mittel (TEUR) | 366 | -145 |
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ringer GmbH stelt sich im Geschäftsjahr 2025 insgesamt als stabil und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert dar. Die signifikante Umsatzsteigerung sowie die Verbesserung der Ertragskennzahlen reflektieren die erfolgreiche Marktbearbeitung im In- und Ausland.
Die Eigenkapitalbasis ist weiterhin sehr solide, wodurch die finanzielle Stabilität des Unternehmens auch in einem volatilen Marktumfeld gewährleistet ist. Die Liquiditätslage war im Geschäftsjahr 2025 jederzeit ausreichend, sodass sämtlichen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachgekommen werden konnte.
Der Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 wieder positiv. Nach dem außergewöhnlich liquiditätsintensiven Vorjahr, das maßgeblich durch Lageraubau und Investitionen geprägt war, führten verbesserte operative Ergebnisse sowie ein aktives Working-Capital-Management zu einem Mittelzufluss.
Produktion und Investitionen
Am Standort Regau werden Gerüste und Schalungen gefertigt.
Die Gesamtinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und in das Sachanlagevermögen, einschließlich geringwertiger Vermögensgegenstände, beliefen sich im Geschäftsjahr auf 1.070 TEUR.
Mit den getätigten Investitionen in effizientere Produktionsprozesse, die betriebliche Infrastruktur sowie in die Digitalisierung wird die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig gestärkt. Insbesondere durch realisierte und erwartete Kostensenkungspotenziale wird eine belastbare Grundlage geschaffen, um auch bei steigendem Kostendruck langfristig profitabel wirtschaften zu können.
NICHT FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Mitarbeiter
Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 waren in der Ringer GmbH insgesamt 203 Mitarbeiter beschäftigt, davon 111 Arbeiter und 92 Angestellte (Vorjahr: 103 Arbeiter, 86 Angestellte). Der Personalstand der aktiven Dienstnehmer verringerte sich um 14 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 waren 40 Eintritte und 26 Austritte zu verzeichnen.
Der Zinssatz bei der Berechnung der Sozialkapitalrückstellungen beträgt unverändert 0,2% (Vorjahr 0,2%).
Umwelt
Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften stellen weiterhin einen integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie der Ringer GmbH dar. Ziel ist es, ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz zu verbinden und die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Umwelt laufend zu minimieren. Zur Schonung natürlicher Ressourcen und zur Reduktion von Emissionen werden mehrere Maßnahmen konsequent umgesetzt. Durch die dezentrale Struktur mit insge-
samt sechs österreichweit verteilten Standorten und Lagern wird eine hohe Kundennähe sichergestellt und der Transportaufwand nachhaltig reduziert. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein betriebseigenes Heizwerk und trägt zu einer effizienten und ressourcenschonenden Energieverwendung bei.
Ein wesentlicher Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien wird durch die Photovoltaikanlagen am Standort Regau mit einer installierten Gesamtleistung von 1.360 kWp geleistet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte damit erneut mehr Strom erzeugt werden, als für den Eigenbedarf erforderlich war. Zusätzlich ist die Ringer GmbH einer Energiegemeinschaft beigetreten, um den selbst erzeugten Strom noch effizienter zu nutzen und den Anteil erneuerbarer Energie im Unternehmen weiter zu erhöhen. Bei der Energieversorgung wird konsequent auf erneuerbare Energiequellen geachtet.
Ergänzend dazu wurde im Berichtsjahr die schrittweise Umstellung der Firmenwagenflotte auf Elektromobilität eingeleitet. Bislang wurden bereits fünf Elektrofahrzeuge angeschafft. Damit leistet die Ringer GmbH einen aktiven Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen, zur Verbesserung der lokalen Luftqualität sowie zur Verringerung von Lärmemissionen.
Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr entstand für die Ringer GmbH weiterhin kein Aufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb von CO2-Zertifikaten.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte die Ringer GmbH wesentliche Schwerpunkte im Bereich Forschung und Entwicklung, um Produktlösungen hinsichtlich Effizienz, Sicherheit, Ergonomie und Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln. Aufbauend auf den im Vorjahr beschriebenen Entwicklungsansätzen und unter konsequenter Anwendung moderner Finite-Elemente-Methoden (FEM) wurde ein neues Wandschalungssystem mit dem Namen „ALplus“ entwickelt. Dieses stellt den Nachfolger des seit vielen Jahren erfolgreich am Markt befindlichen Systems AL2000 dar. Durch die FEM-gestützte Konstruktion konnte das Produktgewicht um rund 20 % reduziert werden, ohne Einbußen bei Stabilität oder Sicherheit. Dies führt zu einem geringeren Materialeinsatz, einer ressourcenschonenderen Herstellung sowie zu einer deutlich verbesserten Ergonomie für die Anwender auf der Baustelle.
Ergänzend dazu wurde ein Pilotversuch mit GPS-Trackern an Schalungselementen durchgeführt. Ziel dieses Projekts ist die Optimierung der Baustellenlogistik sowie die Verbesserung der Transparenz über den Einsatz und Verbleib von Miet- und Umlaufmaterial. Darüber hinaus kann durch die digitale Nachverfolgbarkeit im Falle von Insolvenzen auf Kundenseite das Ausfalls- und Verlustrisiko für das Unternehmen reduziert werden.
Im Bereich Gerüstsysteme wurde eine neuartige Belagsplatte aus Holz entwickelt, die eine erhöhte Produktsicherheit insbesondere hinsichtlich Bruchfestigkeit bietet. Trotz positiver technischer Testergebnisse konnte dieses Produkt aus wirtschaftlichen Gründen nicht erfolgreich bis zur Marktreife geführt werden. Dieses Projekt verdeutlicht, dass Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten stets mit einem erhöhten technischen und wirtschaftlichen Erfolgsrisiko verbunden sind.
Insgesamt unterstreichen die F&E-Aktivitäten der Ringer GmbH das kontinuierliche Bestreben, innovative und marktgerechte Lösungen zu entwickeln, zugleich aber auch die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit den damit verbundenen Chancen und Risiken.
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG UND RISIKEN DES UNTERNEHMENS
VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS
Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Wirtschaftsjahr 2026 werden insgesamt etwas günstiger eingeschätzt als in den Vorjahren. Gleichzeitig bestehen aufgrund globaler geopolitischer Krisen und bewaffneter Konflikte weiterhin erhebliche Unsicherheiten. Für den Bausektor wird nach mehreren Jahren des Rückgangs im Jahr 2026 eine leichte Erholung erwartet.
Durch die Erschließung und Bearbeitung zusätzlicher Exportmärkte wird mit einem weiteren Wachstum der Exportaktivitäten gerechnet.
Vor diesem Hintergrund wird für das Wirtschaftsjahr 2026 insgesamt von einem moderaten Umsatzwachstum ausgegangen, wobei das Preisniveau weiterhin als sehr angespannt einzuschätzen ist.
WESENTLICHE RISIKEN UND UNGEWISSHEITEN
Die Gesellschaft verfügt über ein strukturiertes Risikomanagementsystem, das in das bestehende Management- und ISO-System integriert ist. Wesentliche Risiken werden regelmäßig identifiziert, bewertet und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen analysiert.
Für identifizierte Top-Risiken werden geeignete Maßnahmen definiert, umgesetzt und laufend überprüft.
Produkt- und Produktionsrisiken
Die Ringer GmbH stellt durch strukturierte Produktions- und Qualitätssicherungsprozesse eine gleichbleibend hohe Produktqualität und stabile Abläufe sicher. Die Fertigung wird laufend überwacht, Abweichungen werden systematisch analysiert und zeitnah korrigiert. Neue Vormaterialien, Rohstoffe, Lieferanten sowie Fertigungstechnologien werden vor ihrem Serieneinsatz umfassend geprüft und erst nach erfolgreicher Freigabe eingesetzt.
Das Produktportfolio unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. In der Konstruktion werden moderne, rechnergestützte Methoden eingesetzt, um Optimierungspotenziale hinsichtlich Materialeinsatz, Fertigbarkeit und Wirtschaftlichkeit zu identifizieren. Marktanforderungen und Kundenrückmeldungen fließen dabei regelmäßig in die Weiterentwicklung ein.
Im Berichtsjahr wurden mehrere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Prozessstabilisierung umgesetzt. Das Investitionsprogramm in der Produktion verläuft im Wesentlichen plangemäß; die Ersatzinvestitionen für ältere Schweißroboter befinden sich kurz vor dem Abschluss, die Inbetriebnahme der neuen Anlagen ist für April 2026 vorgesehen. Zudem wurde das LEAN-5S-Konzept in der Gerüstfertigung (Halle A1) vollständig umgesetzt und führte zu klar strukturierten Arbeitsplätzen sowie reduzierten Such- und Nebenzeiten.
In der Arbeitsvorbereitung wurde mit der Einführung eines systematischen Kapazitätsabgleichs begonnen. Das Projekt befindet sich noch in der Umsetzungsphase und ist
derzeit nicht abgeschlossen. Erste Ergebnisse zeigen jedoch eine verbesserte Transparenz über Auslastungen und Abweichungen. Darüber hinaus wurde die Robotzelle zum Aufweiten von Rohren optimiert, wodurch eine stabilere autonome Produktion im Geisterschichtbetrieb und eine Entlastung des Produktionspersonals erreicht werden konnte.
Neue Produkte werden schrittweise in die Serienfertigung überführt. Im Berichtsjahr wurde die Serienfertigung einer weiterentwickelten, gewichtsoptimierten Komponente aufgenommen, wobei sich im Zuge der Umsetzung weiterer Optimierungsbedarf in einzelnen Bereichen zeigte.
Produktionsbezogene Risiken bestehen insbesondere in der Preisentwicklung sowie in der Verfügbarkeit von Roh- und Vormaterialien. Diese werden laufend beobachtet und durch Maßnahmen wie die Diversifizierung der Lieferantenbasis und angepasste Lagerhaltungsstrategien begrenzt. Zusätzlich ergeben sich Unsicherheiten durch die Einführung des europäischen CO2-Grenzausgleichssystems (CBAM), insbesondere im Hinblick auf Datenverfügbarkeit und mögliche Kostenwirkungen entlang der Lieferkette. Die weiteren regulatorischen Entwicklungen werden daher laufend beobachtet und in die Risikostrategie des Unternehmens integriert.
Aufgrund der Marktdynamik kann es vereinzelt zu Lieferverzögerungen kommen, die durch flexible Produktions- und Logistikstrukturen bestmöglich kompensiert werden.
Marktrisiken
In der Bauwirtschaft besteht branchenbedingt ein erhöhtes Forderungsausfallsrisiko, da insbesondere im Bausektor infolge der anhaltend schwachen Konjunktur eine erhöhte Anzahl an Insolvenzen zu verzeichnen ist. Zur Begrenzung dieses Risikos verfügt das Unternehmen für alle wesentlichen Forderungen im In- und Ausland über eine Kreditversicherung. Ergänzend dazu ist ein striktes internes Debitorenmanagement implementiert. Bei Zahlungsverzug wird zeitnah reagiert, und weitere Auslieferungen werden umgehend ausgesetzt.
Aufgrund der weiterhin schwachen Baukonjunktur ist am Heimmarkt ein sehr hoher Preisdruck spürbar, der sich insbesondere bei großvolumigen Mietprojekten deutlich bemerkbar macht. Ringer setzt daher konsequent auf langjährige Geschäftsbeziehungen mit Stammkunden und differenziert sich durch hohe Produktqualität sowie besondere Flexibilität. Entsprechend der Firmenphilosophie wird bewusst nicht in allen Fällen an Preisunterbietungswettbewerben („Kampfpreisen") teilgenommen.
Aufgrund der hohen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen im österreichischen Markt wird das Risiko eines verstärkten Markteintritts qualitativ minderwertiger Billigprodukte derzeit als begrenzt eingeschätzt.
Ein weiteres wesentliches Risiko besteht in Lieferschwierigkeiten bzw. im möglichen Wegfall von Rohstofflieferungen. So stammte ein erheblicher Teil des in Europa verwendeten Bauholzes in der Vergangenheit aus Russland. Darüber hinaus werden insbesondere bei Stahl- und Aluminiumprodukten die Volatilität der Rohstoff- und Energiepreise als wesentliches Risiko beurteilt. Zur Risikominimierung werden laufend alternative Beschaffungsquellen geprüft und zusätzliche Lieferanten aufgebaut, um die Abhängigkeit von einzelnen Bezugsquellen zu reduzieren.
Zudem wird – auch vor dem Hintergrund der getätigten Investitionen in moderne Fertigungstechnologien und der damit verbundenen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
– ein wachsender Anteil von Produkten, die zuvor von externen Lieferanten gefertigt wurden, wieder in die eigene Produktion zurückverlagert. Auf diese Weise wird den bestehenden Unsicherheiten in der Supply-Chain gezielt entgegengewirkt.
Finanzielle Risiken
Währungsrisiko
Das Unternehmen ist verkaufsseitig überwiegend auf den österreichischen Markt ausgerichtet. Exportumsätze werden ausschließlich in Euro fakturiert, sodass aus der Absatzseite keine wesentlichen Währungsrisiken bestehen.
Einkaufsseitig ergibt sich ein begrenztes Wechselkursrisiko, da einzelne Produkte in US-Dollar beschafft werden. Dieses Risiko wird aufgrund des Umfangs derzeit als überschaubar eingeschätzt.
Im Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken eingesetzt.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko besteht im Zusammenhang mit den variablen verzinsten Bankverbindlichkeiten, die zu Schwankungen im Ergebnis und Zahlungsströmen führen können.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres:
„Nach dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember 2025 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage geführt hätten.
Regau, am 22. Mai 2026
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