Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Situation der Papierindustrie 2025
Neue Zahlen zur Zellstoff- und Papierindustrie für 2025 zeigen eine moderate Widerstandsfähigkeit vor dem Hintergrund steigender Kosten, verschärften Wettbewerbs und eines konjunkturellen Abschwungs. Vorläufige Statistiken der Cepi für 2025 zeigen, dass die europäische Papier- und Kartonproduktion um 1,5 % zurückgegangen ist. Der allgemeine Trend seit 2021 bleibt negativ und spiegelt die Schwierigkeiten wider, mit denen alle europäischen Fertigungsbranchen in den letzten fünf Jahren aufgrund ungünstiger makroökonomischer Entwicklungen zu kämpfen hatten: eine schleppende Nachfrage, die starken Auswirkungen hoher Energie- und Produktionskosten im Vergleich zu globalen Wettbewerbern auf die Branche sowie eine wachsende regulatorische Belastung in Europa, geopolitische Herausforderungen und zunehmende Handelsspannungen. Ein ähnlicher Rückgang ist bei den meisten globalen Wettbewerbern zu verzeichnen. In Europa hat die Branche ihre führende Position bei biobasierten und kreislauffähigen Materialien genutzt, um Widerstandsfähigkeit zu schaffen.
Die Produktion grafischer Papiere, die nach wie vor anfälliger ist als andere Segmente, ging 2025 um 7,2 % zurück. Betrachtet man nur Verpackungspapier und -karton (+0,1 %), Tissuepapier (-0,8 %) sowie sonstiges Papier und Karton (+0,4 %), erschien die europäische Produktion 2025 relativ stabil, lag jedoch immer noch 6,8 % unter dem 2021 verzeichneten Rekordniveau.
Die Entwicklung des europäischen Zellstoff- und Papiersektors im Jahr 2025 ist im Kontrast zu der der globalen Wettbewerber zu sehen, wobei die weltweite Papier- und Kartonproduktion unverändert blieb (-0,3 %). In den meisten Papier- und Karton produzierenden Ländern ging die Produktion im Jahr 2025 stärker zurück als in Europa. Die Vereinigten Staaten, Japan, Kanada und Südkorea verzeichneten einen Rückgang ihrer Produktion (-1,9 % bis -5,7 %). Ausnahmen bilden Brasilien (+0,1 %), ein wichtiger Zellstoffexporteur nach Europa, und China (+2,9 %), das seine Papier- und Kartonproduktion seit 2020 beschleunigt hat.
Die Handelsbilanz für Papier und Karton ist zwar leicht rückläufig, sank im Cepi-Raum im Vergleich zu 2024 um 4,4 %, bleibt aber weitgehend positiv – eine einzigartige Position unter den energieintensiven Sektoren in Europa. Auf der Grundlage der neuesten Eurostat-Daten (11 Monate) sind die EU-Exporte von Papier und Karton um 2,2 % zurückgegangen, während die Importe im Jahr 2025 schätzungsweise um 1,4 %
gestiegen sind, was die Anfälligkeit der globalen Wettbewerbsposition der EU verdeutlicht.
Jüngste von Deloitte veröffentlichte Zahlen zeigen jedoch, dass Europa bei entscheidenden Wettbewerbsindikatoren unübertroffen ist: Biomasseflüsse für Biomaterialien und die Kreislaufverwertungsquote, was hauptsächlich auf den Papierund Kartonsektor der EU zurückzuführen ist.
2 Geschäftsverlauf der IBS Austria GmbH
Im Geschäftsjahr 2025 war die IBS Austria GmbH weiterhin mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen konfrontiert. Das wirtschaftliche Umfeld blieb von hoher Unsicherheit geprägt, wodurch sich bei zahlreichen Kunden eine zurückhaltende Investitionspolitik fortsetzte. Zusätzlich wirkten sich geopolitische Unsicherheiten – insbesondere im Zusammenhang mit internationalen Spannungen sowie wirtschaftsund handelspolitischen Entwicklungen, unter anderem seitens der US-Regierung – belastend auf die Investitionsentscheidungen vieler Marktteilnehmer aus.
Infolge dieser Rahmenbedingungen konnte bei den Auftragseingängen keine nachhaltige Belebung erzielt werden. Trotz intensiver Vertriebsaktivitäten und gezielter Akquisitionsmaßnahmen blieb die Entwicklung des Neugeschäfts hinter den gesetzten Erwartungen zurück.
Vor dem Hintergrund der angespannten Marktsituation und des rückläufigen Auftragsvolumens wurden frühzeitig Maßnahmen zur Kostenoptimierung eingeleitet und konsequent umgesetzt. Ziel dieser Schritte war es, die wirtschaftliche Stabilität der IBS Austria GmbH sicherzustellen und die Organisation an die veränderten Marktgegebenheiten anzupassen.
Die weiterhin gedämpfte Investitionsbereitschaft in wesentlichen Industriebereichen sowie ein verstärkter Wettbewerbsdruck infolge reduzierter Marktvolumina führten dazu, dass die geplanten Umsatz- und Ergebnisziele im Geschäftsjahr 2025 nicht vollständig erreicht werden konnten. Umso wichtiger war es, flexibel und zeitnah auf die veränderten Rahmenbedingungen zu reagieren sowie betriebliche Strukturen und Prozesse entsprechend weiterzuentwickeln.
Ungeachtet dieser herausfordernden Situation verfolgt die IBS Austria GmbH weiterhin das Ziel, ihre starke Marktposition nachhaltig zu sichern und die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum zu schaffen.
2.1 Personal
Im Geschäftsjahr 2025 sah sich die IBS Austria GmbH mit einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage sowie einem weiterhin spürbaren Rückgang im Auftragseingang konfrontiert. Diese Entwicklungen machten eine besonders zurückhaltende Personalpolitik erforderlich.
Zum Jahresende 2025 beschäftigte das Unternehmen 226 Mitarbeiter: innen – davon 113 Arbeiter und 103 Angestellte – und verzeichnete damit einen weiteren Rückgang gegenüber dem Vorjahr (252). Dieser resultiert im Wesentlichen aus Pensionierungen sowie vereinzelten Kündigungen, die im Rahmen einer gezielten Anpassung nicht nachbesetzt wurden. Durch diesen Schritt wurde einerseits auf die reduzierte Auslastung reagiert, andererseits konnten betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.
Die Gewinnung von Fachkräften, insbesondere in technischen Bereichen, bleibt trotz dieser Entwicklungen eine große Herausforderung. Um langfristig personell gut aufgestellt zu sein, setzt die IBS Austria weiterhin auf die Lehrlingsausbildung (aktuell 9 Lehrlinge) sowie auf gezielte Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Zudem werden junge Absolvent: innen technischer Schulen nach wie vor aktiv in das Unternehmen integriert.
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen investiert IBS Austria weiterhin in die Qualifikation ihrer Mitarbeitenden und bietet ein attraktives Arbeitsumfeld mit modernen Arbeitsplätzen und flexiblen Arbeitszeitmodellen. Der Fokus liegt auch künftig auf einer stabilen, zukunftsorientierten Personalentwicklung, die sich an den wirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert.
2.2 Investitionen
Im Geschäftsjahr 2025 wurden am Standort Teufenbach-Katsch die bereits begonnenen Investitionsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1 Mio. € planmäßig abgeschlossen. Zusätzlich wurde mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Mio. € der Ausbau der Papierbandfertigung umgesetzt, mit dem Ziel, den Absatz von Papierbändern nachhaltig zu steigern. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage wurden darüber hinaus keine weiteren Neuinvestitionen initiiert; Freigaben erfolgten ausschließlich für Vorhaben mit einem Payback von unter zwei Jahren.
Das Investitionsprogramm wird fortgeführt, sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder verbessern – mit Fokus auf Effizienzsteigerung,
Nachhaltigkeit und der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Teufenbach-Katsch.
2.3 Umweltschutz
Im Geschäftsjahr 2025 setzte die IBS Austria GmbH erneut gezielte Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung um. Diese Maßnahmen fokussierten sich auf die Steigerung der Energieeffizienz, den weiteren Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Verringerung der CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Umgesetzte Maßnahmen 2025 im Bereich Umweltschutz:
Neue Papierbandanlagen: Es wurden zwei neue Papierbandanlagen mit einem effizienteren Trocknungssystem und integrierter Wärmerückgewinnung umgesetzt. Dadurch wird der spezifische Energieverbrauch je produzierter Einheit gesenkt, während die Produktionsmenge gleichzeitig erhöht werden kann.
Umrüstung Halle E auf LED-Beleuchtung: Die Beleuchtung in Halle E wurde vollständig auf LED umgestelt. Die Maßnahme führt zu einer deutlichen Stromeinsparung. Eine zusätzliche CO2-Einsparung ergibt sich nicht, da am Standort bereits ausschließlich CO2-neutraler Strom bezogen wird.
Virtuelle Energiegemeinschaft Knittelfeld/Teufenbach: Über die Standorte und Zählpunkte in Knittelfeld und Teufenbach hinweg wurde eine virtuelle Energiegemeinschaft errichtet. Sie erhöht die Eigennutzung des selbst erzeugten Stroms aus den firmeneigenen PV-Anlagen und reduziert damit den Netzbezug.
Alle Maßnahmen wurden unter wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten sorgfältig bewertet und umgesetzt. Auch wenn einige Projekte mit Mehrkosten verbunden waren, leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Unternehmensführung und zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltbilanz von IBS Austria.
2.4 Ausblick
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die IBS Austria GmbH weiterhin ein insgesamt anspruchsvolles Marktumfeld. Die Investitionsbereitschaft auf Kundenseite bleibt in vielen Bereichen verhalten, während sich die angespannte Wettbewerbssituation - insbesondere in der Papierindustrie als traditioneller Kernbranche des Unternehmens – fortsetzt. Der internationale Wettbewerbsdruck bleibt hoch und ist weiterhin von
intensiven Preisstrategien geprägt.
Gleichzeitig geht die IBS Austria GmbH mit einer positiven Grundhaltung in das neue Geschäftsjahr. Durch konsequente Effizienzsteigerungsmaßnahmen, laufende Optimierungen interner Prozesse sowie ein vorausschauendes Kostenmanagement sieht sich das Unternehmen gut aufgestellt, um seine starke Marktposition nachhaltig zu sichern.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auch 2026 auf Innovationen innerhalb der Stammbranche. Insbesondere die Weiterentwicklung von Automatisierungslösungen, Digitalisierungskonzepten sowie der gezielte Einsatz von Künstlicher Intelligenz sollen dazu beitragen, bestehende Kundenbeziehungen weiter auszubauen und zusätzliche Mehrwerte für Kunden zu schaffen.
Darüber hinaus verfolgt die IBS Austria GmbH das Ziel, ihre Marktpräsenz über die bisherigen Kernsegmente hinaus zu erweitern und verstärkt neue Branchen zu erschließen. Mit dem vorhandenen technologischen Know-how, hoher Prozesskompetenz und flexiblen Lösungsansätzen sollen zusätzliche Geschäftsfelder erschlossen und neue Wachstumspotenziale genutzt werden.
Insgesamt ist die IBS Austria GmbH strategisch und operativ gut positioniert, um auf Marktveränderungen flexibel zu reagieren und sich bietende Chancen gezielt wahrzunehmen. Der Fokus bleibt auf Innovationskraft, Stabilität, Kundennähe und nachhaltigem Wachstum ausgerichtet
Herausforderungen:
Rohstoffpreise und Beschaffung: Die Preise für Faserstoffe und Chemikalien sind auf vielen Märkten sehr sprunghaft, mit meist sofortiger direkter Wirkung auf die Margen der Hersteller bzw. unserer Kunden.
Umweltregulierung: Die strengeren Umweltvorschriften und der Druck zur Reduzierung der Umweltauswirkungen könnten zu höheren Investitionen in umweltfreundlichere Produktionsmethoden führen. Unternehmen, die nicht in nachhaltige Praktiken investieren, könnten mit regulatorischen Strafen und einem negativen Image konfrontiert werden. Inwieweit Förderungen weiter diese Investitionen stützen ist offen.
Digitale Transformation: Die Digitalisierung hat zu einem rückläufigen Bedarf an traditionellen Papierprodukten geführt, da Unternehmen und Verbraucher vermehrt digitale Alternativen nutzen. Papierhersteller müssen sich auf innovative Weise anpassen, indem sie sich auf Spezialpapiere, Verpackungen und andere Nischenprodukte konzentrieren, die einen höheren Mehrwert bieten. In Summe bleibt
die Produktionsmenge in etwa gleich.
Chancen:
Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft: Unternehmen, die in nachhaltige Praktiken investieren und die Kreislaufwirtschaft fördern, könnten sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Nachfrage nach recyceltem Papier und umweltfreundlichen Verpackungslösungen nimmt zu, da Verbraucher und Unternehmen vermehrt auf ökologische Nachhaltigkeit achten. Der Ersatz von Kunststoffen mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz/ Papier wird stark forciert.
Wachstumsmärkte: Obwohl der Bedarf an traditionellen graphischen Papieren weiter zurückgeht, bieten sich Wachstumschancen in aufstrebenden Märkten wie Verpackungen, alternativen Verpackungen und vor allem Spezialpapieren aber auch Hygieneprodukten. Vor allem Indien und der arabische Raum wachsen schnell.
Innovation und Diversifizierung: Die IBS-Austria GmbH investiert in kontinuierliche Produktverbesserung wie auch Forschung und Entwicklung um ihr Produktportfolio wettbewerbsfähig bzw. die technologische Marktführerschaft zu halten.
Damit passen wir uns den veränderten Marktanforderungen an um Umsatzquellen abzusichern und um neue zu erschließen. Die Entwicklung von innovativen Produkten mit Mehrwert und maßgeschneiderten Lösungen für unsere Branche sind substantiell um sich vom Mitbewerb abzugrenzen.
In der Produktion liegt der Fokus am Ausbau der Lohnfertigung, den vorhandenen Maschinepark auch für andere Branchen zu nutzen.
Überdies setzen wir einen Schwerpunkt auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in jeglichen dafür geeigneten Bereichen, in der ganzen Prozesskette vom Verkauf bis zum Versand und der Buchhaltung.
Insgesamt bleibt die Papierindustrie in Europa trotz einiger Herausforderungen ein essentieller Wirtschaftszweig, der durch Innovation, Nachhaltigkeit und Diversifizierung neue Möglichkeiten erschließen kann.
Die IBS-Austria GmbH passt sich flexibel und innovativ den sich rasch wandelnden Marktbedingungen an um weiterhin gut positioniert und erfolgreich zu sein.
3 Bericht über ausländische Tochtergesellschaften
Zur IBS Austria GmbH gehören folgende Tochtergesellschaften:
IBS Finland OY
IBS Manufacturing (Taicang) Co. Ltd. (China)
IBS Japan Ltd.
PT IBS Indonesia
IBS Asia Pulp & Paper Technology Pte. Ltd. (Singapur)
IBS do Brasil Tecnology em Papel Ltda.
PGA Putz Granitzer Anlagenbau GmbH
PMS Papiermaschinen Systemtechnik GmbH
IBS Paper Performance Technology Canada Inc., Kanada
Roptec GmbH, Deutschland
Horst Sprenger GmbH, Deutschland
KOLIBRI GmbH
IBS Papertech GmbH
V.I.T. Papertec GmbH
IBS Performance Center Germany GmbH
Servicios Sirpac Spa.
Die übrigen Konzernunternehmen sind – so wie die IBS Austria GmbH – direkt der IBS Holding GmbH unterstellt.
3.1 IBS Finland OY
Der Standort in Finnland dient in erster Linie dem Nachschleifen keramischer Entwässerungselemente und Serviceaktivitäten für den skandinavischen Raum. Obwohl in Finnland selbst in den letzten Jahren zahlreiche Papiermaschinen stillgelegt wurden, sind Umsatz und Gewinn seit Jahren auf stabilem Niveau.
3.2 IBS Manufacturing (Taicang) Co. Ltd.
Der Schwerpunkt liegt in China auf dem Nachschleifen und der Erzeugung keramischer Beläge. In Zukunft sollen auch verstärkt verschiedene Komponenten für IBS Konzernbetriebe gefertigt werden. Die Niederlassung in China hat seit ihrer Gründung im Jahr 2004 eine rasante Entwicklung genommen.
3.3 IBS Japan Ltd.
Die Niederlassung in Japan dient v. a. der Akquisition von Aufträgen für das Stammwerk in Osterreich, dem Verkauf von Turn-up-Systemen und Papierbändern sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten an in Japan verkauften Produkten. Mit einer weiterentwickelten Strategie werden auch zunehmend Systemlösungen abgesetzt. Weiters dient der Standort als wichtiges Standbein für lokale strategische Partnerschaften.
3.4 PT IBS Indonesia
Das Zweigwerk in Indonesien ist ähnlich ausgerichtet wie jenes in Finnland, d. h. der Schwerpunkt liegt auf Nachschleifarbeiten für Keramik. Die Verkaufs- und Serviceleistungen der PT IBS Indonesia für die IBS Austria gewinnen mit wachsendem Produktportfolio zunehmend an Bedeutung.
3.5 IBS do Brasil Ltda.
Die Niederlassung in Brasilien befasst sich hauptsächlich mit der Akquisition von Aufträgen und dem Nachschleifen von Keramik, sowie Wartungs- und Reparaturarbeiten an ausgelieferten Produkten. In weiterer Folge ist – wegen der hohen Importzölle – eine Erzeugung von keramischen Entwässerungselementen für den südamerikanischen Raum vorgesehen.
3.6 IBS Asia Pulp & Paper Technology Pte. Ltd.
Die Niederlassung in Singapur wird für die Verkaufsunterstützung nicht mehr benötigt und wurde im Jahr 2025 liquidiert.
3.7 PGA Putz Granitzer Anlagenbau GmbH
Die PGA Putz Granitzer Anlagenbau GmbH wurde im Jahr 2014 übernommen. Der Standort wir als Kompetenz Zentrum für die Bereiche Stoffaufbereitung und Stärkeanlagen in der Papierindustrie weiterentwickelt.
3.9 PMS Papiermaschinen Systemtechnik GmbH
Die PMS produziert neben Rubindüsen auch moderne Randdüsen-Verstellvorrichtungen (SuperTrim) und Pumpenaggregate, die auf die besonderen Anforderungen von Randspritzsystemen hin konzipiert sind. Der Marktführer PMS mit seinem Lieferprogramm und seinem Knowhow ergänzt auf ideale Weise das Portfolio der IBS-Gruppe.
3.10 IBS Paper Performance Technology Canada Inc.
Papertech entwickelt und produziert High End Kamerasysteme für die Papier und Tissue Industrie mit Sitz in Vancouver, Kanada. Das Unternehmen wurde 2016 von der
IBS Austria GmbH übernommen.
3.11 Roptec GmbH
Die Roptec GmbH ist seit vielen Jahren der exklusive Servicepartner für Papertech in Europa. Um sicher zu stellen, dass diese Kernkompetenz nicht verloren, sondern weiter ausgebaut wird, wurde 2018 das gesamte Unternehmen übernommen und ist nun eine 100% Tochter der IBS Austria GmbH.
3.12 Horst Sprenger GmbH
Die IBS Austria GmbH erwarb 2020 80% der Anteile an der Firma Horst Sprenger GmbH Spezialwerkzeuge, mit Sitz in Moers (Deutschland).
Das Portfolio von Horst Sprenger GmbH umfasst Rakelwellen, Rakelbetten, Schnellkupplungen, Randschaber sowie Streichmesser und ergänzt somit das bestehende Produktportfolio der IBS Paper Performance Group optimal.
3.13 KOLIBRI GmbH
Die IBS Austria GmbH erwarb 2021 85% der Anteile an der Firma SLEDM GmbH welche zur KOLIBRI GmbH umformiert wurde, mit Sitz in Graz (Osterreich).
Die Kolibri trägt wesentlich zur Entwicklung der High End Kamerasysteme für die Papier und Tissue Industrie bei.
3.14 IBS Papertech GmbH
Die IBS Papertech GmbH wurde 2021 gegründet um den europäischen Markt an Kamerasystemen für die Papier und Tissue Industrie abzudecken.
3.15 V.I.T. Papertec GmbH
Im Jahr 2022 wurde die V.I.T. Papertec AG in die V.I.T. Papertec GmbH umfirmiert und anschließend mit der V.I.T. Papiermaschinen-Service GmbH fusioniert.
Ebenfalls im Jahr 2022 wurde die Firma Hecon OFT von der V.I.T. Papertec GmbH erworben und vollständig in diese integriert.
Die V.I.T. Papertec GmbH bietet nun unter der Marke Hecon/VIT ist Komplettanbieter für hochwertige kundenspezifische Ersatz- und Verschleißteile in den Bereichen Rakelwellen und Rakelbetten. Damit bauen wir unser Angebot im Bereich der Rakeldosiersysteme weiter aus.
3.16 IBS Performance Center Germany GmbH
Mit der Gründung dieses Service Standortes im Jahre 2022 stellt die IBS-Gruppe eine
noch raschere und bessere Abdeckung der Bedarfe in erster Linie der deutschen und französischen Kunden sicher.
3.17 Servicios Sirpac Spa.
Mit der Gründung dieses Service Standortes im Jahre 2022 stellt die IBS-Gruppe eine noch raschere und bessere Abdeckung der Bedarfe in erster Linie der deutschen und französischen Kunden sicher.
4 Forschung und Entwicklung
2025 wurde für die wichtigste Produktgruppe Entwässerungstechnologie das Premium Produkt iTABLE kontinuierlich verbessert, ein neuer patentierter Leistentyp activityMAXX wurde am Markt platziert.
Im Sinne einer nachhaltigen Lieferkette werden verschiedenste Industriekeramiken getestet, um einerseits die globalen Marktbedürfnisse hinsichtlich Kosten und Technik abzudecken aber auch die Liefersicherheit für alle Standorte zu gewährleisten.
Im Bereich Bildverarbeitung der Produktgruppe Papertech Kamerasysteme wurde die patentierte Innovation TableVISION weiter entwickelt, erste Projekte mit Regelkreisen sind im Feld inklusiver einer eigens entwickelten Visualisierung. Nahezu alles in dem Segment basiert auf Machine Learning bzw. Deep Learning Technologie.
Für die Verpackungsindustrie wurden 2 neue Typen Papierband produziert und erfolgreich im Feld bei diversen Anwendungen getestet. Ein wichtiger Schritt zukünftig Kunststoffe zu ersetzen.
Für den Bereich Tissue wurde ein Bahnüberführsystem auf Basis Wasserstrahl umgesetzt.
Für die Produktgruppe PMS wurde ein vollautomatisches Randschnittsystem fertig entwickelt.
Für die weitere Automatisierung der internen Produktion wurden verschiedene Konzepte untersucht, für die automatische Leistenfertigung wurde das Anlagenkonzept finalisiert.
Wertanalysen wurden für diverse Produktgruppen durchgeführt, Einsparungen von 10 bis 15% erzielt.
5 Digitalisierung und Automatisierung
Im Bereich Automatisierung wurden weitere Produkte in das IBS SCADA System eingepflegt, wichtige Schritte zum Start der Datensammlung in Vorbereitung von weiteren Digitalisierungsmaßnahmen wie z.B. interaktiven Plattformen und geschlossenen Regelkreisen.
6 Risikobericht
Um unsere anspruchsvollen Ziele auch weiterhin zu erreichen, bedarf es eines sehr pflichtbewussten und vor allem täglich gelebten Risikomanagements.
Das Risikobewusstsein aller Mitarbeiter/Innen und die Wachsamkeit gegenüber Risiken aus dem Geschäftsverlauf, dem Kapitalmarkt und den natürlichen Risiken im Unternehmen sind ausgeprägt und gut verwurzelt. Die Kommunikation erfolgt durch interne Mitteilungen und diverse Veranstaltungen bzw. laufende Schulungen. Das konsequente Risikomanagement ist ein wesentlicher Bestandteil aller Entscheidungsund Geschäftsprozesse. Als Risiken werden dabei Abweichungen von Unternehmenszielen- und Kennzahlen verstanden. Das interne Berichtswesen, Controlling und Planungswesen wurde als Frühwarnsystem ausgebaut (Management Informationssystem) und bietet somit die Basis zur Einleitung und Durchführung von Steuerungsmaßnahmen zur Risikoreduzierung bzw. Risikovermeidung.
Ein Marktrisiko wird derzeit als gering eingeschätzt, da die Papierindustrie in einigen Ländern weiterhin im Wachsen begriffen ist. Es passiert derzeit noch immer ein Wandel in der Papierindustrie weg von den grafischen und Newsprint hin zu den Verpackungspapieren. Jedoch wird Papier noch immer gebraucht. Durch den Einsatz einer auf dem neuesten Stand der Technik stehenden und zertifizierten Firewall sowie Cyber-Security-System ist man gegen Angriffe von außen gut gesichert. Gänzlich können diese jedoch nie ausgeschlossen werden. Für ausreichende Sicherung der Daten ist bestens gesorgt.
Die Herausforderungen aufgrund der EU-Russlandsanktionen haben sich wegen der Verschärfungen der Sanktionspakete nicht reduziert. Die globale Zollpolitik verschärft den Wettbewerb deutlich.
7 Analyse anhand finanzieller Leistungsindikatoren
Ertragslage
| 2025 | 2024 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| Rohertrag | 27.519 | 103,9 | 34.777 | 99,2 | -7.258 | -20,9 |
| Bestandsveränderungen | -1.022 | -3,9 | 280 | 0,8 | -1.301 | k. A. |
| Rohertrag I | 26.497 | 100,0 | 35.056 | 100,0 | -8.559 | -24,4 |
| Personalaufwand | 18.270 | 69,0 | 20.212 | 57,7 | -1.942 | -9,6 |
| Rohertrag II | 8.227 | 31,1 | 14.844 | 42,3 | -6.617 | -44,6 |
| sonstige betriebliche Erträge | 2.172 | 8.2 | 1.997 | 5.7 | 175 | 8.8 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 11.913 | 45.0 | 13.695 | 39,1 | -1.781 | -13,0 |
| Finanzerträge | 2.067 | 7,8 | 3.011 | 8,6 | -943 | -31,3 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und | ||||||
| Abschreibungen (EBITDA) | 553 | 2,1 | 6.157 | 17,6 | -5.604 | -91,0 |
| Abschreibungen | 244 | 0,9 | 232 | 0,7 | 12. | 5,3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | ||||||
| (EBIT) | 309 | 1,2 | 5.925 | 16,9 | -5.616 | -94,8 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 263 | 1,0 | 434 | 1,2 | -171 | -39,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 47 | 0,2 | 5.492 | 15,7 | -5.445 | -99,2 |
| Steuern vom Einkommen | 17 | 0,1 | 719 | 2,1 | -703 | -97,7 |
| Jahresüberschuss | 30 | 0,1 | 4.772 | 13,6 | -4.742 | -99,4 |
Vermögenslage
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| kurzfristiges Umlaufvermögen | 24.803 | 24,9 | 31.631 | 30,5 | -6.828 | -21,6 |
| kurzfristiges Fremdkapital | 27.038 | 27,1 | 30.671 | 29,6 | -3.633 | -11,9 |
| Working Capital | ||||||
| (Netto-Umlaufvermögen) | -2.235 | -2,2 | 960 | 0,9 | -3.195 | k. A. |
| Anlagevermögen | 30.426 | 30,5 | 30.364 | 29,3 | 62 | 0,2 |
| langfristiges Umlaufvermögen | 44.455 | 44,6 | 41.694 | 40,2 | 2.761 | 6.6 |
| langfristiges Fremdkapital | 15.167 | 15,2 | 15.568 | 15,0 | -401 | -2,6 |
| Reinvermögen (Eigenkapital) | 57.478 | 57,7 | 57.449 | 55,4 | 29 | 0,1 |
| Stammkapital | 363 | 0,4 | 363 | 0,4 | 0 | 0.0 |
| Kapitalrücklagen | 102 | 0,1 | 102 | 0,1 | 0 | 0,0 |
| Gewinnrücklagen | 36 | 0,0 | 36 | 0.0 | 0 | 0,0 |
| Bilanzgewinn | 56.974 | 57,2 | 56.944 | 54,9 | 30 | 0,1 |
| Investitionszuschüsse | 3 | 0,0 | 4 | 0,0 | -1 | -28,6 |
| Summe Eigenkapital | 57.478 | 57,7 | 57.449 | 55,4 | 29 | 0,1 |
| Summe Fremdkapital | 42.205 | 42,3 | 46.239 | 44,6 | -4.034 | -8,7 |
| Bilanzsumme | 99.683 | 100,0 | 103.689 | 100,0 | -4.005 | -3,9 |
Finanzlage - Geldflussrechnung
| 2025 | 2024 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| 1. | Ergebnis vor Steuern | 47 | 5.492 |
| 2. | Überleitung auf den Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 562 | 2.380 |
| 3. | Netto-Geldfluss aus dem Ergebnis vor Steuern | 609 | 7.872 |
| 4. | Zahlungen für Steuern | 106 | -708 |
| 5. | Netto-Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 715 | 7.164 |
| 6. | Netto-Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | -3.827 | -298 |
| 7. | Netto-Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -1.133 | -2.689 |
| 8. | zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | -4.245 | 4.177 |
| 9. | Finanzmittelbestand am Beginn der Periode | 14.626 | 10.449 |
| 10. | Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 10.381 | 14.626 |
Teufenbach, 05. Juni 2026
Ing. Klaus Bartelmuss
Dipl.-Ing. Michael Pichler