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Lagebericht 2024/25

Welser Kieswerke Treul & Co. Gesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 31. März 2025 · Eingereicht am 29. Dez. 2025

Inhaltsverzeichnis

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Unternehmen ist mit der Gewinnung, Aufbereitung und dem Vertrieb von Gesteinskörnungen, Recyclingmaterialien und der Verwertung von Bodenaushubmaterial beschäftigt. Der Transport unserer Produkte erfolgt großteils mit eigenem Fuhrpark, der restliche Teil wird mittels Fremdfrächtern bewältigt. Die Geschäftsführung wird durch Frau Mag. Huber-Wilhelm-Treul Ursula, Herrn Maximilian Huber-Wilhelm MBA und Herrn Ing. Neuhuber Jürgen wahrgenommen. Die Märkte der jeweiligen Produktionsstätten, deren Distributionsgebiete entweder in stadtnahen oder ländlichen Bereichen gelegen sind, weisen unterschiedlichste Entwicklungen auf. Die Zentrale des Unternehmens befindet sich in Gunskirchen. Weitere Zweigniederlassungen gibt es in Edt/Lambach, Stadl Paura, Fischlham, Atzing, Steyregg, Schenkenfelden und Freistadt.

2. Geschäftsergebnis und Ertragslage

Entgegen dem allgemeinen Abwärtstrend in der Bauwirtschaft – insbesondere im Hochbau konnten die Umsatzerlöse dank laufender Infrastrukturprojekte deutlich gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 18%. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren neben der Belieferung der Großbaustelle S10 mit Betonzuschlagstoffen auch eine gezielte und intensive Kundenpflege, durch die bestehende Geschäftsbeziehungen gestärkt und neue Aufträge gewonnen werden konnten. Infolgedessen entwickelte sich auch das Ergebnis vor Steuern positiv und erreichte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 1,60 Mio. € gegenüber 1,20 Mio. € im Vorjahr.

3. Investitionstätigkeit

Die Zugänge im Anlagevermögen betrugen insgesamt 4,8 Mio. €. Daraus ergibt sich ein Anlagevermögen zu Buchwerten von 52,6 Mio. €.

4. Finanz- und Vermögenslage

Das Vermögen des Unternehmens besteht im Wesentlichen aus Vorratsgrundstücken und Produktionsanlagen, die zur Gänze eigenfinanziert sind. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, die Wertpapiere des Anlagevermögens sowie die Zahlungsmittel sind mit Buchwerten ausgewiesen. Dem Ausfallrisiko wird durch ausreichende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden bei langjährigen Hausbanken mit hoher Kreditwürdigkeit gehalten. Unsere Leistungen werden für eine große Anzahl von Kunden erbracht, so dass keine beträchtliche Konzentration von Risiken vorliegt.

Das Unternehmen hat keine Bankkredite zu bedienen und verfügt über ausreichende Liquidität. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten sind mit dem entsprechenden Rückzahlungsbetrag bewertet.

Die Eigenmittelquote beträgt 79,6 % (im Vorjahr 79,2%).

5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahr 2025/2026 lagen die Umsätze unter dem Vorjahresniveau.

6. Forschung und Entwicklung

Sich ständig ändernde Anforderungen an die Produkte sowohl in technischer als auch qualitativer Hinsicht stellen nicht nur ein breites Betätigungsfeld für die Entwicklung konkreter Produkte dar, sondern beinhalten auch den großen Bereich der Qualitätssicherung. Die Entwicklungsarbeit in diesen Bereichen fließt ständig in unsere Produkte ein und optimiert unsere hohen Qualitätsansprüche.

7. Personal

Die Mitarbeiterfluktuation ist generell gering. Es herrscht weiterhin Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und zu binden, pflegen wir enge Kontakte zu Höhere Technischen Lehranstalten sowie zu Universitäten und Fachhochschulen. Auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wird – wie in der Vergangenheit – großes Augenmerk gelegt.

8. Wesentliche Risiken und Ungewissheiten

Durch die kurzfristige Veranlagung bei Banken mit hoher Kreditwürdigkeit werden im Finanzbereich Risiken vermieden. Weiters ist festzuhalten, dass das Unternehmen keine Swaps, Warentermingeschäfte u.ä. Finanzprodukte oder Derivative eingesetzt hat.

Die Forderungen sind zum Bilanzstichtag ausschließlich im Euro. Das Management versucht das Ausfallrisiko von Forderungen durch die Zusammenarbeit mit erstklassigen Schuldnern und der Einholung von ausreichenden Informationen über deren Bonität zu minimieren.

Drohende Verluste und sonstige Risiken wurden entsprechend in der Bilanz berücksichtigt.

9. Finanzinstrumente

Zur Finanzierung der Unternehmensentwicklung werden so wie bisher hauptsächlich Eigenmittel eingesetzt.

10. Ausblick

Für das kommende Geschäftsjahr gehen wir weiterhin von herausfordernden Rahmenbedingungen aus.

Die Bauwirtschaft hat sich im ersten Halbjahr 2025 deutlich schwächer entwickelt, als es im Vergleich zur Gesamtwirtschaft erwartet wurde. Während sich der Infrastrukturausbau – nicht zuletzt aufgrund öffentlicher Investitionen – auf einem stabilen Niveau hält, steht der Hochbau weiterhin erheblich unter Druck. Verantwortlich dafür sind insbesondere die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten, die eingeschränkten finanziellen Spielräume sowie die insgesamt angespannte konjunkturelle Entwicklung. Zudem schreckt die gesamtwirtschaftliche Unsicherheit viele Marktteilnehmer derzeit von Investitionen im Hochbau ab.

Für das laufende Jahr sind daher keine wesentlichen Wachstumsimpulse mehr zu erwarten. Die Einschätzung der weiteren Entwicklung im Jahr 2025 bleibt angesichts zahlreicher globaler Unsicherheiten äußerst schwierig. Dazu zählen insbesondere der anhaltende Zollkonflikt mit den USA, die Kriegssituation in der Ukraine sowie die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Diese Entwicklungen beeinträchtigen nicht nur die wirtschaftliche Planbarkeit, sondern wirken sich auch negativ auf die Investitionsbereitschaft und Marktstimmung aus.

Gunskirchen, am 05.08.2025

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