← Zurück zum Firmenprofil

Lagebericht 2024/25

Pörner Ingenieurgesellschaft m.b.H.

Original-PDF

Stichtag 30. Juni 2025 · Eingereicht am 16. März 2026

Inhaltsverzeichnis

GESCHÄFTSVERLAUF

Die Pömer Ingenieurgesellschaft hat das Geschäftsjahr 2024/2025 gut gemeistert. Es gelang auf den Heimmärkten wichtige, große Projekte für unsere Stammkunden erfolgreich weiterzuführen. Dies ist der guten Aufstellung als unabhängiger, flexibler und preiswürdiger Ingenieurpartner mit Gesamt-Planungskompetenz und mittelständischer Struktur zu verdanken. Bei der Ingenieurgesellschaft in Österreich wurden im Geschäftsjahr viele Österreich-Projekte, aber auch internationale Projekte abgewickelt.

Es wurde eine hohe Anzahl an Projekten für die Stammkunden OMV, Borealis, Agrana, LAT Nitrogen und Novartis/Sandoz an den Standorten Wien, Linz und Kundl erfolgreich abgewickelt. Weitere geplante Projekte mit diesen Auftraggebern sichern aufgrund von Rahmenverträgen eine Grundauslastung im Ingenieurbereich für die nächsten Jahre.

Der Exportbereich konnte in dem Geschäftsjahr wieder ausgebaut werden. Es gab - nach den Jahren der COVID Krise - bereits mehrere internationale Beauftragungen, besonders für Studien, Basic-Engineering und Lieferungen im Bereich Bitumentechnologie.

Ein neuer Schwerpunkt der Ingenieurtätigkeit wurde auf die Bereiche der erneuerbaren Energien und biologischen Wertstoffen sowie dem Recycling gelegt. Bei den Kunden Borealis und OMV standen Rekonstruktion-Projekte ("Revamps") und Ersatzinvestitionen sowie eine Anlage zur Konfigurierung von Kunststoffen ("Compound") im Mittelpunkt der Bearbeitung.

Es konnten drei Projekte für Lizensierung und Basic-Engineering für Bitumenanlagen in Indien abgeschlossen werden. Zugehörige Ausrüstungslieferungen folgten im neuen Geschäftsjahr. Ein weiteres derartiges Projekt für Indien wurde beauftragt und eines im Irak konnte nach längerer Unterbrechung abgeschlossen werden. Der Bedarf an hochwertigem Bitumen in der ganzen Welt besteht nach wie vor aufgrund des Ausbaus von Straßennetzen. Zukünftige Projekte mit bedeutendem Lieferumfang werden in Afrika, Staaten am Persischen Golf und Ländern der ex-UDSSR außerhalb der russischen Föderation erwartet. Für das Projekt einer Bitumenraffinerie in Kamerun wurde das Basic-Engineering für die Bitumenanlage erstellt. Darüber hinaus erfolgte eine Beauftragung der Lieferung einer Bitumenverpackungsanlage nach Pörner Technologie an die Raffinerie Litwinov in Tschechien.

GESCHÄFTSVERLAUF TOCHTERUNTERNEHMEN

Der Standort Burghausen wird für Vorort-Engineering für die Kunden OMV und Borealis und weitere lokale Kunden der Chemieindustrie gemeinsam mit der Tochter EDL Anlagenbau GmbH betrieben. Die Pörner Ingenieurgesellschaft in Grimma bearbeitete die Rahmenverträge mit Borealis und OMV gemeinsam mit der

Zentrale in Wien weiterhin am Standort in Burghausen. Das Projekt "E-Beam Line for HMS" bei Borealis wurde von der EDL abgewickelt.

Die Pilotanlage von Pömer Grimma in Freiberg, Sachsen für die Technologie zur Gewinnung von Bio-Silikaten aus der Asche von Reishülsen war voll ausgelastet und erzeugte - in Vorbereitung von Anlageninvestifionen - Testchargen für führende Silikate-verarbeitende Industriekunden in Asien und USA. Es wurden Kunden für zwei Verfahrensanlagen in Thailand akquiriert. Ein Joint Venture des weltführenden deutschen Herstellers von Silica, gemeinsam mit einem lokalen Betreiber von Biomassekraftwerken, beauftragte das Basic-Engineering 2025 für das wichtige Erstprojekt in Map Tha Puht, Rayong Province, Thailand. Detailplanung und Lieferung der Anlage werden für das erste Quartal 2026 erwartet. Ein weiteres Projekt mit einem führenden japanischen Lebensmittelkonzern bei einem weiteren bestehenden Biomassekraftwerk in Thailand ist in Entwicklung. Darüber hinaus sind laufende Studien für weitere Anlagenprojekte (u.a. in USA) in Ausarbeitung.

Die EDL Anlagenbau GmbH, Leipzig konnte sich im Geschäftsjahr in schwierigem Industrieumfeld gut behaupten. Sie konnte als mittelständischer Anlagenbauer die Position am deutschen Markt sowohl bei Rekonstruktionen als auch beim Neubau von Verfahrensanlagen halten. Es wurden u.a. Aufträge von Borealis, Puraglobe (Altölt Recycling) und Tota (Groß Revamp) bearbeitet. Außerdem bearbeitete EDL Exportaufträge für die Herstellung von Schmierstoffen und Wachsen in der persischen Golfregion.

Das Tochterunternehmen SC Poerner Romania S.R.L, am Standort Ploesti entwickelte sich erfreulich, es konnte seine Stellung als Engineering Partner der OMV Petrom SA vor allem mit Aufträgen für neue Großtanks festigen. Auch im neven Geschäftsjahr ist die Firma gut ausgelastet. Es ist geplant, die Engineering Kapazitäten am Standort zu erhöhen, um Leistungen für die deutschen und österreichischen Standorte zu erbringen.

Die Lage in der Ukraine ist zwar stark durch die langjährigen Kriegsereignisse in der Ostukraine geprägt, jedoch konnte für die Tochter Poerner Kyiv LLC trotz herausfordernder Rahmenbedingungen eine gute Auslastung sichergestellt werden. Poerner Kyiv unterstützt die Gruppe vor allem bei Angeboten für größere internationale Projekte und im Marketing durch virtuelle 3D Modelle und Animationen.

Die Geschäftstätigkeit der Tochtergesellschaft in Moskau - OOO Poener Group Russia - ist nach wie vor durch die aktuelle politische Lage geprägt und agiert unter russischer Führung separiert und unabhängig vom Mutterunternehmen. Die Personalstärke des Tochterunternehmens wurde vom lokalen Management an bestehende Aufträge angepasst.

Der internationale Vertrieb wurde intensiviert, um nach den Einbrüchen des internationalen Anlagenbau-liefergeschäftes der COVID Krise wieder Großaufträge für die Gruppe zu sichern. Die Vorarbeiten (Studien, Pilottests mit Einsatzstoffen) für mehrere derartige Projekte, vor allem im Kernbereich

Bitumen, aber auch für Bio-Silikat Projekte sind im Gange.

Organisatorische und personelle Maßnahmen für eine Verstärkung der Gesellschaft bzw. ihrer Tochterunternehmen wurden getroffen und die dafür erforderlichen Investitionen in Arbeitsmittel und Ausbildung, sowie interne Projektmanagement-Schulungen konkretisiert.

Die digitale Vernetzung aller Standorte ist ein wesentlicher Bestandteil für die flexible Aufstellung während der Pandemie. Der Zugriff von allen Standorten auf die zentral erstellten Datenbanken und Programm-Pools wurde weiter ausgebaut. Eigenentwickelte, neue Softwaretools für integrierte Projektabwicklung tragen zu einer rationellen Planungsabwicklung mit hoher Qualität bei.

Die Rahmenverträge mit der OMV Downstream GmbH für Ingenieurleistungen für alle Standorte der OMV in Osterreich, Deutschland sowie OMV Petrom in Rumänien laufen weiter. Der Rahmenvertrag mit Borealis für die Werke in Schwechat, Linz, Burghausen und Ostdeutschland brachte laufend kleinere und mittlere Aufträge für die Standorte Wien, Linz, Burghausen und Grimma. Nachdem die gesamte Düngemittelsparte der Borealis in Linz an die AGROFERT Gruppe abgegeben wurde, hat das Unternehmen unter der Firmierung LAT Nitrogen GmbH den Rahmenvertrag mit Pörner übernommen. Die Pörner Gruppe ist der exklusive Planungspartner von Borealis bei allen kleineren und mittleren Projekten im deutschsprachigen Raum.

Bei der TAF Thermische Apparate Freiberg GmbH gab es in der ersten Hälfte des Berichtsjahres eine erfreulich positive Entwicklung im Bereich von Sonderlösungen im Maschinen- und Anlagenbau, wie z.B. Versuchsanlagen für Universitäten. Ein bedeutender Erfolg war der Lieferauftrag von Bunkeraustragssystemen, der im September 2024 abgeschlossen wurde. Zu Beginn 2025 reduzierte sich jedoch die Auslastung stark, da erwartete Aufträge deutscher Universitäten aufgrund des Regierungswechsels in Deutschland (Budgetierung) verzögert wurden. Erst nach Ende des Berichtsjahres verbesserte sich die Lage, was eine weitere erfreuliche Entwicklung erwarten lässt.

DIE LAGE DER PÖRNER INGENIEURGESELLSCHAFT

Die Lage der Pömer Ingenieurgesellschaft kann trotz zunehmend schwierigem Umfeld in Österreich aufgrund der schwachen Wirtschaftsdynamik in Europa, bei anhaltender internationaler Nachfrage im Technologiebereich (Bitumen, Bio-Silikate, Spezialitäten) als insgesamt befriedigend bezeichnet werden.

Die Bearbeitung einer Vielzahl von Kleinprojekten im Zuge der Rahmenverträge mit OMV und Borealis sichert weiterhin eine kontinuierliche Grundauslastung im Bereich Engineering. Abseits des traditionellen Raffinerie/Petrochemie Geschäftes wird ein Auftrag für die Errichtung einer Tierfutter Anlage des multinationelen Untemehmens Mars bearbeitet.

Die Anlagenbau-Branche befindet sich allgemein in einer schwierigen Phase. Die verfahrenstechnischen Industrien haben vor allem aufgrund hoher Gaspreise und einer generellen Absatzkrise aufgrund der Verunsicherung der Konsumenten viele geplante Investitionen verschoben oder sogar sistiert, sodass hauptsächlich nur dringend notwendige Ertüchtigungen und Ersatzinvestitionen durchgeführt werden. Eine Erholung wird erst für Mitte bis Ende 2026 erwartet.

Nach mehreren Jahren sehr hoher Auslastung, in welcher zum Teil Aufträge aufgrund mangelnder Kapazität abgelehnt werden mussten, verstärkt die Gesellschaft daher nunmehr die Akquisition von kleineren Vorhaben und verstärkt seine internationale Präsenz mit eigenen Technologien vor allem in Schwellenländern und der persischen Golfregion.

Die Vermögenslage ist zufriedenstellend, die Erträge der Gesellschaft aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im kommenden Geschäftsjahr werden - unter gegebenen schwierigen Rahmenbedingungen - als insgesamt positiv prognostiziert. EDL war - nach dem guten Ergebnis des betrachteten Wirtschaftsjahres - im ersten Halbjahr des neuen Geschäftsjahres aufgrund Verschiebung oder Abbruch von größeren Aufträgen zu Kurzarbeit gezwungen und verzeichnete einen Abgang. Das Ergebnis des Standorts Grimma ist positiv und durch Beauftragungen u.a. von Anlagen auf Basis der neven Bio-Silikate Technologie ausgelastet. Die Tochter TAF befindet sich nach mehreren Beauftragungen auf dem Weg der Konsolidierung. Der Gesamtkonzern wird ein positives Jahresergebnis ausweisen.

- Der Jahresabschluss 2024/2025 weist ein Ergebnis des Geschäftsjahres von € 3.032.075,99 aus, somit beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag € 7.632.511,77. Die Bilanzsumme ist € 28.643.387,86. - Der Umsatz zuzüglich Bestandsveränderungen betrug € 41.558.790,95.

Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024/2025 spiegelt sich in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft wider. Die Eigenkapitalquote beträgt, nach einer Gewinnausschüttung in Höhe von € 2,6 Mio., 26,65 % (VJ: 20,47 %).

Kennzahlen der Vermögens- und Finanzlage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2023/20242024/2025
in T€in T€
NettoverschuldungVerzinsliches Fremdkapital4.7178.616
abzgl. flüssige Mittel- 8.890- 5.674
Nettoverschuldung-4.1722.942
2023/20242024/2025
in T€in T€
NettoumlaufvermögenUmlaufvermögen inklusive ARA27.60422.231
abzgl. langfristiges Umlaufvermögen34- 1.570
kurzfristiges Umlaufvermögen27.57020.661
abzgl. kurzfristiges Fremdkapital-22.088-12.343
Working Capital5.4828.318
2023/20242024/2025
in T€in T€
Cash flowaus dem operativen Bereich15.620-3.677

Kennzahlen der Ertragslage

Angaben aus dem Lagebericht, Originalseite 5
2023/20242024/2025
UmsatzrentabilitätErgebnis vor Aufwandszinsen und Steuern5.751.033,244.000.923,34
Umsatzerlöse inkl. Bestandveränderung36.882.060,9641.558.790,95
15,59 %9,63 %
2023/20242024/2025
EigenkapitalrentabilitätErgebnis vor Aufwandszinsen und Steuern5.751.033,244.000.923,34
Eigenkapital zum 30. Juni7.200.435,787.632.511,77
79,87 %52,42 %

BERICHT ÜBER DIE ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG DES UNTERNEHMENS

Die Strategie der Gesellschaft, die Heimmärkte in Zentral- und Osteuropa mit hochwertigen verfahrenstechnischen Ingenieurdienstleistungen für führende Industrieuntemehmen zu erweitern, wird weiterverfolgt. Neben dem Kernkompetenz-Bereich Bitumen Technologie von Pörner Osterreich wird bei Pörner Grimma auf die Einführung des "grünen" Bio-Silikate Verfahrens (mit einer Einsparung von ca. 70% des CO2 Footprints gegenüber konventionellen Hochtemperatur Verfahren) fokussiert. Für das ukrainische Ingenieurbüro Poerner Kyiv LLC und Poerner Romania S.R.L. wurden die Zuarbeit für Großprojekte auf die ganze Gruppe ausgebaut. Das Tochterunternehmen in Moskau wurde von der Muttergesellschaft entkoppelt und betreut unabhängig und selbstständig Kunden im eigenen Land. Durch die Ingenieurfirma in Rumänien werden Aufträge in diesem wichtigen Markt unter stabilen Randbedingungen abgewickelt.

Eine mittelfristige Beurteilung der zukünftigen Entwicklung des Unternehmens beruht auf folgenden Faktoren:

• Zum Markt der bestehenden konventionellen industriellen Investitionsprojekte kommen zusätzlich in steigendem Maße Projekte des "Green Shifts" in den Bereichen altenative Energien und nachhaltige Ressourcen (Wertstoffe auf biologischer Basis, Recycling, Wasserwirtschaft). • Die europäische Verfahrensindustrie ist gefordert, sich veränderten globalen Produktionsbedingungen anzupassen - z.B. durch Entwicklung von neuen, speziellen Produkten anstatt Massenproduktionen von Commodity-Chemieprodukten. Dies bedingt eine Vielzahl von Anlagen-Rekonstruktionen sowie Investitionen in kleinere Anlagen für Spezialprodukte - beide Bereiche fallen in die Größenordnung und Kompetenz der Firmen der Pöner Gruppe. • Bitumen ist als unverzichtbarer, wichtigster Baustoff für den Verkehrswegebau auch in Zukunft - bei erwarteter Verbreitung von Elektromobilität - von globaler Bedeutung. Dabei spielt das einzigartige Knowhow von Pörner für die Herstellung und Anwendung der bituminösen Binder eine bedeutende Rolle.

RISKEN UND UNGEWISSHEITEN

Das Risk-Management-System gewährleistet eine Optimierung der Tätigkeiten der Gesellschaft bei vertretbaren Risiken und unterstützt eine auf bestmögliche Erfüllung der Kundenforderungen gerichtete Leistungserbringung. Für Großprojekte wurde ein regelmäßiger Projektreview eingeführt. Fortschritte, Ergebnisse und mögliche Risiken werden untersucht und bewertet. Die digitale Vernetzung der gesamten Gruppe wurde umfangreich ausgebaut. Somit ist eine noch bessere Integration der Personalressourcen bei Planungen standortübergreifend möglich. Durch zentrale Serveranlagen und Vernetzungen kann das gesamte Softwareangebot an allen Standorten, sowohl von den Standorten allein, aber auch bei gemeinsamen Projekten genutzt werden.

Das Controlling-System für die gesamte Pörner Gruppe ist vereinheitlicht worden. Das einheitliche

Berichtswesen aller Tochterunternehmen und die der Gruppengröße entsprechende einheitliche Darstellung der regelmäßigen Quartalsberichte wird gepflegt.

Die Lage unserer führenden Industrie-Stammkunden lässt für die nächsten Monate und Jahre eine weitere Grundauslastung erwarten. Durch den hohen Qualitätsstandard, sowohl im Bereich der Projektführung, als auch in den technischen Fachdisziplinen ist die Marktpostition der Gruppe gefestigt. Jedoch ist es im gegenwärtig schwierigen Umfeld erforderlich, die internationale Präsenz mit eigenen Technologien zu erhöhen, da internationale Exportprojekte mit Lieferung von Ausrüstung erfahrungsgemäß eine bedeutend höhere Marge als reine Ingenieurdienstleistungen auf den Heimmärkten ermöglichen.

FINANZIELLE RISKEN

Der Umfang der finanziellen Risiken im derzeitig üblichen Geschäftsverlauf kann als gering eingestuft werden. Die Kunden bei den gegenwärtig durchgeführten großen Ingenieurprojekten sind reputable und finanziell starke, großteils börsennotierende Unternehmen. Die Abrechnungen erfolgen überwiegend monatlich, entsprechend dem erzielten Leistungsfortschritt. Außergewöhnliche vertragliche Haftungsbedingungen bestehen nicht. Mit einem Kundenausfall ist nicht zu rechnen. Bei den Exportgeschäften sind grundsätzlich vertragliche Absicherungen vorhanden. Spekulative Finanzinstrumente kommen nicht zur Anwendung.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Bereich Bitumentechnologie werden laufend neve Erkenntnisse für die Einsatzmöglichkeiten von schwierigen Einsatzstoffen für die Bitumenerzeugung gewonnen. Eine eigene Bitumenversuchsanlage ist erfolgreich in Betrieb. Diese ermöglichte Tests unabhängig vom Betrieb der OMV durchzuführen. Durch den Ausbau der Versuchsanlage bei EDL im Bereich PDA/SDA-Rückstandsverarbeitung kann den Kunden ein gesamtes Konzept für die Verwertung schwerer Rückstände aus Raffinerien angeboten werden.

Eine neue Initiative für die internationale Technologievermarktung wurde im Frühjahr 2025 auf dem Gebiet der synthetischen Wachse, einer Nischenanwendung von Polyolefinen, begonnen. Es handelt sich um ein Verfahren, welches von Pöner gemeinsam mit einem deutschen Produktionspartner entwickelt wurde. Diese Produktreihe beinhaltet die Herstellung von Additiven für Bitumen im Straßenbau, die - durch Depolymerisation aus Recycle Polyethylen hergestellt, den Straßenbau bei stark reduzierten Einbautemperaturen, also wesentlich verringerter CO2 Spur ermöglichen.

Berechtigte Hoffnungen werden weiterhin in die Vermarktung der neuen Technologie zur Gewinnung von Bio-Silizium Produkten aus Reishülsenasche gelegt. Die Beauftragung eines ersten Basic-Engineerings für ein Projekt in Thailand ist erfolgt, die weitere Durchführung mit Detailplanung und Lieferung der Erstanlage wird für Anfang 2026 erwartet.

Pörner Ingenieurgesellschaft mbH

Seite 35

Wien, 15. Jänner 2026

Die Geschäftsführung

Dial dy Andras ori

Dipl.-Ing. Andreas PÖRNER

Dipling, Michael VOLKANN

Wir verwenden Cookies, um grundlegende Funktionen der Plattform sicherzustellen und anonymisierte Nutzungsstatistiken zu erfassen. Durch einen Klick auf "Akzeptieren" stimmst du der Verwendung dieser Cookies zu.