Inhaltsverzeichnis
Linde Verlag – Lagebericht 2025
I. Grundlagen des Unternehmens
1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Der Linde Verlag ist ein seit 1925 bestehendes Familienunternehmen und zählt zu den führenden österreichischen Fachverlagen in den Bereichen Steuern, Wirtschaft und Recht. Als modernes Medienhaus verbindet das Unternehmen einen hohen Qualitätsanspruch mit innovativer Produktentwicklung und bündelt ein breites Produktportfolio im Print- und Digital-Bereich unter einem Dach.
Neben der Buchproduktion mit dem KODEX als einem der wichtigsten Werke sind die Fachzeitschriften von besonderer Bedeutung. Mit der SWK, der PV Info und anderen Zeitschriften bringt der Linde Verlag in Steuerberatungskanzleien und Unternehmen viel genutzte Standardwerke heraus.
Alle Bücher und Zeitschriften sind sowohl als klassische Printausgaben als auch digital verfügbar. Mit LinDa (der Linde Datenbank) stellt der Verlag seinen Kunden eine innovative und gern genutzte Recherche-Datenbank zur Verfügung.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist das Seminarangebot. Der Linde Campus bietet ein qualitativ hochwertiges Seminarprogramm, das den Content der Bücher und Zeitschriften optimal ergänzt.
2. Zweigniederlassungen
Das Unternehmen hat keine Zweigniederlassungen.
3. Forschung und Entwicklung
Das Unternehmen betreibt keine Forschung und Entwicklung.
II. Geschäftsverlauf und allgemeine Wirtschaftslage in 2025
1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist als gut zu bezeichnen. Im Jahr 2025 gab es eine stabile Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen des Linde Verlags.
2. Geschäftsverlauf und Lage
Der Umsatz des Jahres 2025 lag 1,34% unter Vorjahresniveau. Trotz des leichten Umsatzrückgangs konnte der Linde Verlag ein positives Ergebnis erwirtschaften.
Umsatzseitig schlug sich die digitale Transformation in rückläufiger Entwicklung bei den klassischen Printprodukten sowie steigenden Absatzzahlen bei den digitalen Produkten nieder. Diese Entwicklung war sowohl bei Büchern als auch Zeitschriften spürbar. Der Umsatz des Seminarbereichs ist gegenüber Niveau des Vorjahres leicht zurückgegangen.
Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei 96. Der Personalaufwand sank gegenüber Vorjahr um 2,45%.
Im Sachaufwandsbereich kam es bei den IT-Kosten auf Grund der Aktualisierung und Weiterentwicklung bestehender und der Einführung zusätzlicher Software-Lösungen zu spürbarem Kostenauftrieb.
3. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens kann als gesichert bezeichnet werden.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2025 TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 431).
Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2025 31,47 % (Vorjahr: 37,22 %), die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern 6,21 % (Vorjahr: 11,79 %).
4. Gesamtbeurteilung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 konnte im operativen Geschäft ein positives Ergebnis erzielt werden.
III.Prognosebericht
Der Umsatz 2026 wird auf leicht höherem Niveau wie 2025 erwartet. Grund dafür sind die verstärkten Anstrengungen im Vertrieb und der weitere Ausbau der Vertriebsstruktur. Aufwandsseitig ist mit einer Konsolidierung zu rechnen, da wichtige Investitionen in die Modernisierung der Infrastruktur und des Produktportfolios in den vorangegangenen Geschäftsjahren erledigt wurden.
Die Geschäftsführung wird über den Geschäftsverlauf und Entwicklungen laufend und zeitnah unterrichtet, um auf Änderungen und negative Tendenzen rechtzeitig reagieren zu können. Ganz oben auf der Agenda der Geschäftsführung stehen unverändert fortlaufende und potenziell neue Maßnahmen zur Erhöhung der Rentabilität und zur Stärkung der Bilanzstruktur.
IV.Chancen- und Risikobericht
Der Linde Verlag ist überwiegend auf dem österreichischen und deutschen Markt aktiv, daher den in diesen Ländern üblicherweise vorherrschenden Marktrisiken ausgesetzt.
Das Unternehmen hat keine Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder nach Russland. Demzufolge sind mögliche Folgen aus der Ukraine-Krise als gering einzuschätzen.
Preisänderungsrisiken sind auf Grund der starken Marktstellung und den gut eingeführten Produkten eingeschränkt wahrnehmbar.
Eine Planungsunsicherheit ergibt sich aus inflationsbedingt steigenden Kosten für Rohstoffe, Material und Fremdleistungen.
Wien,
Unterschrift des Geschäftsführers
Benjamin Jentzsch