Inhaltsverzeichnis
1. Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage
1.1
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltwirtschaft hat sich in diesem Jahr als widerstandsfähiger erwiesen als erwartet, gestützt durch verbesserte Finanzbedingungen, steigende Investitionen und Handel im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie makroökonomischer Maßnahmen.
Nach den Zahlen der OECD1 ergibt sich für das Jahr 2025 ein globales BIP-Wachstum von 3,2% und für die OECD-Länder von 1,7%.
Die Risiken für die Aussichten bleiben erheblich, darunter die Aussicht auf weitere Handelsbarrieren, geopolitische Spannungen sowie eine mögliche drastische Neubewertung von Risiken an den Finanzmärkten. Die Arbeitsmärkte zeigen erste Anzeichen einer Abschwächung. In vielen Ländern sind die offenen Stellen unter den Durchschnitt von 2019 gefallen, und das Vertrauen schwächt sich ab wie sich an den World Uncertainty Indizes erkennen lässt. Dennoch sind auch positive Signale zu erkennen, wie die Erholung des Auftragseingangs des Deutschen Maschinenbaus in Q4 2025 sowie die Drehung des oberösterreichischen Konjunkturbarometers ins Positive zeigen.
Der Wert der für die wichtigsten Fremdwährungen entwickelte sich im Vergleich zum Jahr 2024 wie folgt (Durchschnittskurs):
| CAD | -6,5% |
|---|---|
| CHF | +1,6% |
| CNY | -4,5% |
| GBP | -1,2% |
| PLN | +1,5% |
| USD | -4,4% |
1.2
Umsatz und Ertragslage
Der Geschäftszweck der Trodat Holding GmbH umfasst den operativen und organisatorischen Betrieb des internationalen Stempelbereiches. Seit 1. Juli 2023 wird auch der Vertrieb des Stempels in der Schweiz über eine Niederlassung in Zug abgewickelt. Die Trodat Holding GmbH hält auch die Immobilien für die Stempel- und Laserorganisationen der TroGroup in Österreich. Darüber hinaus hält die Trodat Holding die Beteiligung der Trodat GmbH und ist für deren Tochterunternehmen der internationale Ansprechpartner.
Der Umsatz der Trodat Holding GmbH für das Geschäftsjahr beträgt M€ 6,5 (Vorjahr: M€ 6,9) und umfasst im Wesentlichen Konzernverrechnungen sowie die Umsätze aus der Zweigniederlassung in der Schweiz. Der Materialaufwand beträgt analog dem Vorjahr M€ 1,4. Die Personalkosten erhöhten sich um M€ 0,4 auf M€ 7,6 (Vorjahr: M€ 7,2).
Der sonstige betriebliche Aufwand beinhaltet im Wesentlichen Konzernverrechnungen und reduzierte sich auf M€ 3,1 (Vorjahr: M€ 3,4).
Das Finanzergebnis über M€ 29,2 (Vorjahr: M€ 10,8) resultiert im Wesentlichen aus Beteiligungserträge der Trodat GmbH. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag ergeben einen Ertrag von M€ 1,3 (Vorjahr: M€ 1,3).
¹ Quelle: OECD Economic Outlook 12/2025
In der Konsequenz ergeben sich für das Geschäftsjahr folgende Werte:
EBT: Jahresüberschuss: M€ 24,0 (Vorjahr: M€ 5,3) M€ 25,3 (Vorjahr: M€ 6,6)
1.3. Vermögen und Finanzierung
Das Anlagevermögen (inkl. immaterielles Vermögen und Finanzanlagevermögen) reduzierte sich aufgrund der laufenden Abschreibung leicht auf M€ 53,0 (Vorjahr: M€ 53,7).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich von M€ 1,6 auf M€ 1,8.
Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 53% (Vorjahr: 48%).
Der Finanzmittelbestand betrug zum Stichtag M€ 0,4 (im Vorjahr: M€ 0,3), wobei die Gesellschaft in den Cash-Pool der TroGroup GmbH eingebunden ist.
Die Verbindlichkeiten habe sich im Geschäftsjahr von M€ 26,1 auf M€ 23,5 reduziert, wobei der Großteil Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrifft.
2. Zweigniederlassungen
Die Trodat Holding GmbH hält eine Zweigniederlassung in der Zug.
3. Produktion, Logistik und Einkauf
Im Geschäftsjahr 2025 lag der Fokus weiterhin auf der Optimierung unserer globalen Produktions- und Logistikstrukturen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs Stempel nachhaltig zu steigern. Dabei spielt das globale SCM-Projekt eine wesentliche Rolle. Ziel des Projekts ist es, das weltweite Trodat-Logistiknetzwerk zu harmonisieren, Synergien zu heben und nachhaltige Kosteneffekte zu erzielen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Finalisierung und Hochlaufphase des neuen Werks in Lugoj, Rumänien. Nach der weitgehend planmäßigen Fertigstellung im Vorjahr, wurde 2025 die Serienproduktion schrittweise ausgeweitet. Dabei standen die Stabilisierung der Prozesse, die Feinjustierung der Abläufe sowie die Effizienzsteigerung in der Anlaufkurve im Vordergrund. Die enge Koordination zwischen den beteiligten Partnern und internen Fachbereichen trug maßgeblich dazu bei, einen reibungslosen Ramp-up sicherzustellen.
Im Werk China wurde der eingeschlagene Weg der Lagerbestandsoptimierung und Automatisierung fortgesetzt. Zusätzlich konzentrierten sich die Aktivitäten auf weitere Produktivitätssteigerungen und die Weiterentwicklung ausgewählter Fertigungsprozesse.
Der Markt in Indien zeigte auch 2025 ein dynamisches Wachstum. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurden weitere Maßnahmen zur Vertiefung des Produktions-Know-hows umgesetzt. Dies umfasste insbesondere Verbesserungen in der Montage und im Spritzguss sowie Investitionen in die Aus- und Weiterbildung der lokalen Teams.
Im Rahmen der Working-Capital-Optimierung wurde das globale Stock Watching Program intensiv weitergeführt. 2025 wurden zusätzliche Transparenzinstrumente entwickelt, und die enge Zusammenarbeit mit Vertrieb, Produktion und Supply Chain führte zu spürbaren Fortschritten bei der Bestandsreduktion. Zudem wurden die definierten Ziel-KPIs (DOI, DSO, DPO) regelmäßig überprüft und zur Steuerung genutzt.
Die Rohstoffsituation zeigte sich auch 2025 überwiegend stabil, wenngleich sich die Marktlage durch punktuelle Engpässe und Insolvenzen einzelner Zulieferer weiterhin herausfordernd gestaltete. Trodat reagierte mit der Qualifizierung alternativer Materialien und Lieferanten, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die inflationsbedingten Kostensteigerungen, insbesondere im Personalbereich, konnten weitgehend durch kontinuierliche Effizienzprogramme kompensiert werden.
4. Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagement
Umwelt- und Energiemanagement/Nachhaltigkeit:
Das bereits 2022 gestartete Trodat Nachhaltigkeitsprojekt auf Konzernebene hatte 2025 das Ziel, das für 2026 gesetzlich vorgeschriebenes Datenmanagement und Reporting auf alle Töchter auszubauen und in einem finalen CSRD-Bericht (European Sustainability Reporting Standards) zusammenzuführen. Jedoch kam es mit 26. Februar 2025 zur sogenannten Omnibus-VO. Dabei handelte es sich um eine Initiative der EU-Kommission, um Unternehmen von der Vielzahl an Berichtspflichten – etwa aus der CSRD, CSDDD oder der EU-Taxonomie – zu entlasten. Um hier keine innerbetrieblichen Ineffizienzen aufzubauen, wurde das gesamte Projekt mit sofortiger Wirkung auf „On Hold“ gesetzt, um die weiteren gesetzlichen Entwicklungen und die daraus zu erwartenden Anforderungen abzuwarten.
Die bereits implementierte Nachhaltigkeitsstrategie bei Trodat mit einem Reduktionsziel von 21,3% Kohlendioxid (CO2) bis 2030 auf Basis von 2023 im Geltungsbereich des aktuellen Nachhaltigkeitsberichtes (Österreich, Deutschland, Frankreich und Rumänien) bleibt aufrecht und wird weiterhin verfolgt. Dabei spielen unsere nachhaltigen Stempelprodukte mit modernster Ästhetik und Funktionalität eine ausschlaggebende Rolle.
Ein weiterer wichtiger Aspekt unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist das Monitoring unserer Fortschritte. Dies wird 2026 für die beiden Berichtsjahre 2024/2025 erfolgen. Mit dieser repetitiven Berichterstattung vermitteln wir allen Stakeholdern die Transparenz unseres Tuns. Neben unserer Agenda im Klimaschutz sind Bemühungen in den Bereichen der langfristigen Mitarbeiterbeziehungen, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz und vieles mehr ebenso Bestandteil unserer geplanten sozialen Maßnahmen.
Auf Produktebene bleiben auch 2025 das Österreichische Umweltzeichen sowie der Blaue Engel als Umweltlabel erhalten.
Arbeitssicherheit und Gesundheit:
Bereits seit rund 14 Jahren setzt die Trodat an den Standorten in Österreich Aktivitäten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung um. Zur weiteren Aufrechterhaltung eines durch das Arbeitsinspektorat und externe Zertifizierungsunternehmen bestätigten hohen Niveaus an betrieblicher Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz wurden auch 2025 präventive Maßnahmen mit externen Partnern umgesetzt.
Dazu wurde bereits zu Jahresbeginn 2025 damit gestartet die Anforderungen an ein zur Unterweisung und Schulung geeignetes E-Tool zu definieren. Diese werden durch die Human Capital Management Software Workday erfüllt, die seitens der Shared Service Abteilung People&Culture mit Start Q3 2025 begonnen wurde im Headquarter Wels zu implementieren. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes ist das Ziel alle gesetzlich notwendigen Sicherheitsschulungen und Unterweisungen aus dem Bereich ESG am Headquarter in Wels bis Q4 2026 einzuführen.
Die Anzahl der jährlichen Arbeitsunfälle konnte 2025 abermals reduziert und das Ausmaß der Unfallschwere erneut auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.
Qualitätsmanagement:
Durch gezielte qualitätssichernde Maßnahmen konnten die Ausschusskosten gegenüber 2024 deutlich reduziert werden. Die Anzahl der Kundenreklamationen konnte durch einen systematischen Verbesserungsprozess ebenfalls signifikant gesenkt werden. Es gab keine Rückrufaktionen und auch im Bereich Goodwill/Kulanzkosten eine positive Entwicklung. So gesehen war das Jahr 2025 aus qualitativer Sicht ein besonders gutes Jahr. Die Digitalisierung der Reklamationsprozesse (Kunden-, Lieferanten- und Interne Reklamationen) wird ebenfalls weiter ausgebaut.
Die Zertifizierungsstelle der TÜV AUSTRIA CERT GMBH wurde vom Unternehmen beauftragt, im Rahmen eines Überwachungsaudits (Mai 2025) der Normen ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 50001 festzustellen, ob die gestellten Anforderungen an ein integriertes Managementsystem weiterhin erfüllt werden. Ziel war die Aufrechterhaltung der TÜV AUSTRIA CERT-Zertifikate. Die Konformität des Managementsystems mit den Normforderungen ist gegeben und die Wirksamkeit des Managementsystems konnte im Audit festgestellt werden. Alle Auditziele wurden nachweislich erfüllt.
5. Mitarbeiter, Aus- und Weiterbildung
Im Geschäftsjahr 2025 waren die Aktivitäten im Bereich People & Culture weiterhin wesentlich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägt. Parallel dazu lag der Fokus auf Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Prozessoptimierung, um die organisatorische Leistungsfähigkeit nachhaltig abzusichern.
Trotz reduzierter Ressourcen wurden bewusst gezielte Investitionen in die Führungskräfteentwicklung fortgeführt. Das angebotene Entwicklungsprogramm unterstützt insbesondere die Stärkung von Leadership- und Veränderungskompetenzen. Ende 2025 wurde darüber hinaus ein Prozess zur Evaluierung von HR Risiken im Unternehmen entwickelt, der im Geschäftsjahr 2026 erstmals zur Anwendung kommt. Der Prozess ermöglich das zeitgerechte Erkennen von Fluktuations- und Besetzungsrisiken und unterstützt die Identifikation und Weiterentwicklung von Talenten und Potentialen der Mitarbeitenden.
Mit dem Beginn der Einführung einer neuen HR Management Software wurde ein wesentlicher Grundstein für digitalisierte HR Prozesse, eine höhere Datenqualität und -transparenz sowie eine deutliche Reduktion administrativer Aufwände gelegt. Gleichzeitig wurde das interne Employer Branding weiter gestärkt. Maßnahmen wie die Sommerbetreuung für Mitarbeiterinnenkinder und die Würdigung langjähriger Kolleginnen im Rahmen der Jubilarsfeier förderten Identifikation, Motivation und Bindung innerhalb der Organisation.
6. Forschung und Entwicklung
Im Berichtsjahr wurde an der Überarbeitung zweier Produktlinien im Bereich Selbstfärber für die internationalen Märkte gearbeitet. Des Weiteren wurden 2025 neue Größen im Printy 4.0 design für die internationalen Markt gelauncht.
Sowohl für den chinesischen als auch für den indischen Markt wurden neue Produkte entwickelt und realisiert. Speziell für Indien wurde neue Größen im Bereich Selbstfärber entwickelt, welche 2026 umgesetzt werden. Am chinesischen Standort wurde 2025 eine Produktgruppe entwickelt, mit dem Ziel neben einem neuen Design, einer signifikant höheren internen Wertschöpfung zur Reduzierung der Herstellkosten.
Im Bereich „Adjacent Business“ wurden einige Entwicklungsprojekte unter anderem der „Pixel Stamp“ umgesetzt und auch gelauncht. Verstärkt wurde sich auch auf Konzepte fokussiert, welche die Herstellkosten von Massmarket- Produkten durch neue Fertigungsverfahren signifikant reduzieren: Des Weiteren wurde zusätzlich der Fokus auf eine bessere Skalierbarkeit der Produkte in der Produktion hinsichtlich Durchlaufzeit und Herstellkosten gelegt.
7. Finanzielle Risiken des Unternehmens
Kapitalrisikomanagement und Nettoverschuldungsgrad
Der Konzern setzt sein Eigen- und Fremdkapital mit dem klaren Ziel ein, die Erträge der einzelnen Unternehmensbeteiligungen bzw. der gesamten Gruppe im Sinne einer nachhaltigen hohen Ertragskraft und soliden Bilanzstruktur zu optimieren. Damit wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Unverändert zum Vorjahr bestand die Finanzierungsstrategie des Konzerns im Geschäftsjahr darin, einen auf die Ziele und Bedürfnisse des Konzerns abgestimmten, ausgewogenen Nettoverschuldungsgrad zu erreichen.
Währungsrisiko
Zur Absicherung gegen Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft werden in der TroGroup keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Da es in den für den Konzern wichtigsten Währungsräumen außerhalb der EU, nämlich USA und China, auch Produktionsstandorte der TroGroup gibt, bestehen hier bis zu einem bestimmten Grad natürliche Absicherungen. Die Risiken in den anderen Währungsräumen sind gegeben, aber keinesfalls existenzbedrohend bzw. wären Absicherungen für diese eher exotischen Währungen prohibitiv teuer und damit unökonomisch.
Liquiditäts- und Cash-Flow-Risiko
Der Konzern verfügt über eine solide Finanz- und Liquiditätslage. Auch die mit Finanzinstrumenten verbundenen Cashflow-Risiken, also Risiken die sich aus Schwankungen der aus den Finanzinstrumenten resultierenden Zahlungsströme ergeben, sind aufgrund der Kundenstruktur und der Bonität der Kunden gering bzw. werden durch Risikoabschläge berücksichtigt.
Kredit- und Ausfallsrisiko
Das Ausfallsrisiko ist im Hinblick auf die gute Bonität der meisten Vertragspartner und die langjährige Beziehung zu den Vertragspartnern als gering einzustufen. Bei kritischen Kunden werden Kreditlimits verbindlich festgesetzt und teilweise wird nur nach Vorauszahlungen geliefert. Ausfallsrisiken in Bezug auf originäre Finanzinstrumente, nämlich Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten, wird sobald solche erkennbar sind, durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Ausfallsrisiko stellen die in Bezug auf diese Finanzinstrumente in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte dar.
Ein konzernweites Reporting für das Forderungsmanagement ist implementiert, um Fristigkeiten und Fälligkeiten im Detail beobachten zu können.
8. Ausblick 2026
Das globale BIP-Wachstum wird voraussichtlich von 3,2 % im Jahr 2025 auf 2,9 % im Jahr 2026 zurückgehen und sich dann im Jahr 2027 leicht auf 3,1 % verstärken.
Auf kurze Sicht wird eine Abschwächung der Konjunktur erwartet, da sich die höheren effektiven Zollsätze allmählich auswirken und angesichts der anhaltenden geopolitischen und politischen Unsicherheit Investitionen und Handel belasten. Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 dürfte sich das Wachstum wieder festigen, da die Auswirkungen der Zölle nachlassen, sich die finanziellen Rahmenbedingungen verbessern und die niedrigere Inflation die Nachfrage stützt, wobei die aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens weiterhin die wichtigsten Triebkräfte des globalen Wachstums bleiben werden.
Prognosen zum realen BIP-Wachstum für 2025, 2026 und 2027:
| 2025 | 2026 | 2027 | ||
|---|---|---|---|---|
| India | 6.4% | |||
| China | 4.3% | |||
| Indonesia | 5.0 | 5.1% | ||
| Argentina | 4.29 | % | 3.9% | |
| Saudi Arabia | 3.9% | |||
| Türkiye | 3.6% | 3.4% | 4.0% | |
| G20 | 3.2% | 2.9% | 3.1% | |
| Brazil | 2.4% | 1.7% | 2.2% | |
| United States | 2.0% | 1.7% | 1.9% | |
| Australia | 1.8% | 2.3% | 2.3% | |
| United Kingdom | 1.4% | 1.2% | -1.3% | |
| Japan | 1.3% | 0.9% | 0.9% | |
| Canada | 1.1% | 1.3% | 1.7% | |
| South Africa | 1.1% | 1.3% | 1.5% | |
| Korea | 1.0% | 2.1% | 2.1% | |
| France | 0.8% | 1.0% | 09 | 6 |
| Mexico | 0.7% | 1.2% | ||
| Russia | 0.7% | 0.5% | 0.6% | |
| Italy | -0.5% | 0.6% | 0.7% | |
| Germany | -0.3% | 1.0% | 1.5% | |
Source: OECD Economic Outlook, December 2025.
Die Gesamtinflation bleibt in einigen Regionen hartnäckig, dürfte aber in fast allen großen Volkswirtschaften bis 2027 wieder auf das Zielniveau zurückkehren. Die jährliche Verbraucherpreisinflation in den G20-Staaten dürfte von 3,4 % in diesem Jahr auf 2,8 % im Jahr 2026 und 2,5 % im Jahr 2027 zurückgehen.
Neben den makroökonomischen Indikatoren BIP und Inflation, deuten branchenspezifische Indikatoren auf eine Konjunkturerholung hin. Im Stempelbereich sind die Einzelhandelsumsätze ein wichtiger Indikator. Dieser prognostiziert sowohl für 2026 als auch darüber hinaus ein leichtes Wachstum. Zudem ist das für die Exportwirtschaft wichtige oberösterreichische Konjunkturbarometer erstmals seit Q1 2023 wieder über der Nulllinie. Zusammengefasst ergeben sich dadurch etwas bessere Rahmenbedingungen die gemeinsam mit den beschriebenen Maßnahmen, zu einer deutlichen Profitabilitätssteigerung gegenüber 2025 beitragen sollen.
Der Ausblick bleibt jedoch mit erhöhten Risiken behaftet. Eine weitere Eskalation handelspolitischer Maßnahmen, insbesondere bei kritischen Vorprodukten, könnte globale Lieferketten und die wirtschaftliche Aktivität spürbar belasten. Zudem bergen hohe Vermögensbewertungen, die auf optimistischen Erwartungen hinsichtlich KI-getriebener Ertragszuwächse beruhen, das Risiko abrupten Korrekturen. Durch eine konsequente Marktbearbeitung der Zielsegmente sowie durch fortgeführte Kostenoptimierungsmaßnahmen, soll dem entgegengewirkt werden.
Ein weiteres Risiko ist die Entwicklung der Russland-/Ukraine-Krise. Sollten die EU und USA zusätzliche Sanktionen gegenüber Staaten in dieser Region verhängen, wäre dieser Umsatz entsprechend gefährdet. Zudem stellt der Iran-Krieg ein indirektes Risiko durch die Auswirkungen auf die Konjunktur, Energiepreise und Materialverfügbarkeit dar. Je nach Dauer, können diese Auswirkungen von gering bis erheblich ausfallen.
Aufgrund der Risiken und der 2025 eingeleiteten Maßnahmen sieht die Trodat das Jahr 2026 als weiteres Konsolidierungsjahr. Der Managementschwerpunkt wird 2026 auf der Erschließung von profitablen Wachstumspotentialen einerseits liegen. Andererseits liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Optimierung der Kosteneffizienz, um trotz flacher Umsätze nachhaltige Ergebnisse erzielen zu können. Dadurch sollen die langfristigen Zukunftsaussichten des Unternehmens gesichert werden.
9. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bezüglich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.
Wels, am 2. April 2026
Digital unterschrieben von Roland Vitus Rier Datum: 2026-04-02 17:03:09+02:00 Roland Rier Geschäftsführung (CEO)
| Digitally signed by Helmut |
|---|
| Josef Lindner |
| Helmut Lindner dato: 2020.04.02 |
| 17:10:46+02:00 |
| Helmut Lindner |
| Geschäftsführung (COO) |
Die mit dem Dokument verknüpften elektronischen Signaturen decken den Jahresabschluss und Lagebericht ab und können über die Bildmarke im Dokument überprüft werden. Die Rechtswirkung ist durch die elDAS-VO (Art 25 elDAS-VO) sowie das österreichische Signatur- und Vertrauensdienstegesetz (SVG) geregelt.